Haustiere

20 einfache Beschäftigungsideen für Katzen

Katzen brauchen Abwechslung - doch wie lässt sich der Alltag einer Wohnungskatze spannender gestalten? Dafür braucht es weder teures Spielzeug noch aufwendige Beschäftigungsprogramme.

Zwei Katzengeschwister erkunden eine Wohnung. (Symbolbild)

© Franziska Gabbert/dpa-mag/dpa

Zwei Katzengeschwister erkunden eine Wohnung. (Symbolbild)

Von Katrin Jokic

Katzen sind von Natur aus neugierig. Sie lieben es, ihre Umgebung zu erkunden, Beute aufzuspüren, sich anzuschleichen und auf Entdeckungstour zu gehen. In der Natur verbringen sie einen großen Teil ihrer aktiven Zeit mit der Nahrungssuche, dem Jagen und dem Erkunden ihres Reviers.

Gerade bei Wohnungskatzen kommen diese natürlichen Verhaltensweisen im Alltag manchmal zu kurz. Schließlich steht der Futternapf immer am gleichen Platz, die Möbel verändern sich selten und spannende Entdeckungen sind eher die Ausnahme. Fehlen ausreichend Anreize, kann Langeweile entstehen. Manche Katzen werden dadurch unruhig, andere ziehen sich zurück oder schlafen besonders viel.

Regelmäßige Beschäftigung sorgt für Abwechslung, fördert die körperliche Bewegung und regt die Sinne an. Besonders schön ist es, wenn deine Katze dabei selbst aktiv werden, kleine Herausforderungen meistern und ihre natürlichen Instinkte ausleben kann.

Oft reichen schon wenige Handgriffe

Um den Alltag deiner Katze interessanter zu gestalten, musst du nicht ständig neues Katzenspielzeug kaufen. Häufig sind es gerade die kleinen Veränderungen, die für Spannung sorgen.

Ein Stuhl steht plötzlich an einer anderen Stelle? Eine Decke verwandelt das Sofa in eine Höhle? Im Flur wartet ein unbekannter Karton? Schon gibt es etwas Neues zu entdecken!

Dabei gilt: Nicht jede Katze findet dieselben Dinge spannend. Während die eine begeistert durch Kartons klettert, beschäftigt sich die andere lieber mit Futtersuchspielen oder beobachtet ihre Umgebung von einem erhöhten Platz aus. Probiere verschiedene Ideen aus und finde heraus, was deiner Katze besonders gut gefällt.

Hier sind 20 einfache Beschäftigungsideen, für die du überwiegend Dinge verwenden kannst, die du ohnehin zu Hause hast.

20 Beschäftigungsideen für Katzen

1. Möbel einfach mal umstellen: Ein Stuhl, der normalerweise in der Küche steht, befindet sich plötzlich mitten im Flur? Für deine Katze kann das bereits eine spannende Veränderung sein! Stelle einen Stuhl, einen Hocker oder ein anderes kleines Möbelstück vorübergehend an einen ungewohnten Ort. Vielleicht wird es ausgiebig beschnuppert, als neuer Aussichtspunkt genutzt oder zum Verstecken entdeckt.

2. Ein Möbelstück auf die Seite legen: Noch spannender wird es, wenn ein vertrauter Gegenstand plötzlich ganz anders aussieht. Lege beispielsweise einen stabilen Stuhl auf die Seite. So entstehen neue Durchgänge, Versteckmöglichkeiten und interessante Perspektiven. Achte unbedingt darauf, dass das Möbelstück sicher liegt, nicht kippen kann und keine Verletzungsgefahr besteht.

3. Eine Höhle unter dem Stuhl bauen: Wirf eine Decke über einen Stuhl, einen Tisch oder einen geeigneten Kratzbaum. Schon entsteht eine gemütliche Höhle, in der sich deine Katze verstecken oder auf ihre Spielzeugbeute lauern kann. Besonders spannend wird es, wenn du eine Spielmaus vor dem Eingang vorbeiziehst.

4. Einen Kissenparcours aufbauen: Stapele ein paar Kissen in einem Durchgang oder verteile sie als kleine Hindernisse auf dem Boden. Deine Katze kann darüberklettern, dazwischen hindurchschlüpfen oder einen neuen Weg suchen. Schon eine kleine Veränderung der gewohnten Laufwege kann die Neugier wecken. Wichtig ist, dass deine Katze die Hindernisse jederzeit problemlos umgehen kann.

5. Das Sofa in eine Höhle verwandeln: Ziehe eine Decke quer über das Sofa, sodass darunter ein kleiner Hohlraum entsteht. Viele Katzen lieben solche geschützten Verstecke und nutzen sie zum Ausruhen, Erkunden oder Lauern. Vielleicht wird die neue Höhle sogar zum Lieblingsplatz. Achte darauf, dass die Decke nicht zusammenfallen und deine Katze jederzeit herauskommen kann.

6. Eine Wühlbox aus Karton basteln: Nimm einen leeren Karton und fülle ihn mit locker zerknülltem Zeitungspapier. Verstecke ein paar Leckerlis oder etwas Trockenfutter dazwischen. Nun darf deine Katze mit Nase und Pfoten nach den Leckerbissen suchen. Dieses einfache Wühl- und Schnüffelspiel beschäftigt gleich mehrere Sinne. Verwende sauberes Papier und achte darauf, dass deine Katze es nicht frisst.

7. Leckerlis im Handtuch verstecken: Verteile ein paar Leckerlis oder Trockenfutterstücke auf einem Handtuch und falte oder rolle es anschließend locker zusammen. Deine Katze muss nun erschnüffeln, wo sich die Belohnungen befinden, und das Handtuch mit Pfoten und Nase bearbeiten. Für Anfänger reicht es, das Tuch nur einmal locker einzuschlagen. Später kannst du den Schwierigkeitsgrad etwas erhöhen.

8. Ein einfaches Fummelbrett selbst machen: Ein leerer Eierkarton oder eine Muffinbackform eignet sich wunderbar als kleines Fummelbrett. Verteile einfach ein paar Futterstücke in den Vertiefungen. Deine Katze muss die Leckerlis nun geschickt mit der Pfote herausangeln.

9. Eine Schnüffelbox mit Naturmaterialien füllen: Ein bisschen Natur für die Wohnungskatze! Fülle einen Karton mit interessanten Materialien von draußen, beispielsweise mit trockenem Laub, kleinen Zweigen oder Tannenzapfen. Deine Katze kann die neuen Gerüche untersuchen und die unterschiedlichen Oberflächen erkunden. Verwende ausschließlich saubere, ungiftige und unbehandelte Materialien. Kontrolliere alles auf Insekten, Schimmel und spitze Teile.

10. Eine Papiertüte zum Erkunden anbieten: Manchmal ist eine einfache Papiertüte spannender als das teuerste Katzenspielzeug. Lege eine große, offene Papiertüte auf den Boden und lass deine Katze selbst entscheiden, ob sie hineinkrabbeln möchte. Viele Katzen lieben es, sich darin zu verstecken, durch die Öffnung zu spähen oder daraus auf Spielzeug zu lauern. Entferne vorher unbedingt sämtliche Henkel, damit sich deine Katze nicht darin verfangen kann.

11. Eine Abenteuerlandschaft aus Kartons bauen: Du hast mehrere leere Kartons zu Hause? Perfekt! Stelle sie nebeneinander, schneide ausreichend große Durchgänge hinein und erschaffe eine kleine Abenteuerlandschaft. Deine Katze kann von Karton zu Karton laufen, sich verstecken oder aus verschiedenen Öffnungen herausschauen. Wenn du die Kartons gelegentlich anders anordnest, gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken.

12. Einen Karton mit Löchern zum Angeln basteln: Schneide mehrere ausreichend große Löcher in die Oberseite eines stabilen Kartons und lege Spielzeug oder ein paar Leckerlis hinein. Deine Katze darf versuchen, die Gegenstände mit ihren Pfoten durch die Öffnungen herauszuangeln. Achte darauf, dass die Löcher keine scharfen Kanten haben und die Pfoten nicht stecken bleiben können.

13. Einen neuen Aussichtspunkt schaffen: Katzen lieben es, ihre Umgebung von erhöhten Plätzen aus zu beobachten. Stelle beispielsweise einen stabilen Hocker vor ein gesichertes Fenster oder schaffe einen neuen, gut erreichbaren Liegeplatz. Schon der veränderte Blickwinkel kann spannend sein. Vielleicht gibt es draußen Vögel, vorbeilaufende Menschen oder raschelnde Blätter zu beobachten. Wichtig: Fenster dürfen dabei keine Kipp- oder Absturzgefahr darstellen.

14. Eine Leckerli-Spur legen: Verteile einzelne Leckerlis oder Trockenfutterstücke als kleine Spur durch das Zimmer. Am Ende wartet eine etwas größere Belohnung. Deine Katze kann die einzelnen Futterstücke suchen und sich Stück für Stück vorarbeiten. Für den Anfang sollten die Abstände klein sein. Später kannst du die Spur über verschiedene sichere und gut erreichbare Stellen führen.

15. Leckerlis unter Bechern verstecken: Für dieses kleine Denkspiel brauchst du nur zwei oder drei leichte, stabile Becher. Verstecke ein Leckerli unter einem Becher und lass deine Katze herausfinden, wie sie daran gelangt. Zu Beginn kannst du den Becher leicht schräg aufstellen, damit die Aufgabe nicht zu schwierig wird. Hat deine Katze das Prinzip verstanden, kannst du mehrere Becher verwenden und das Leckerli an unterschiedlichen Stellen verstecken.

16. Eine Futterrolle aus Pappe basteln: Eine leere Toilettenpapierrolle lässt sich im Handumdrehen in ein kleines Beschäftigungsspielzeug verwandeln. Fülle ein paar Stückchen Trockenfutter hinein und klappe die Enden locker ein. Deine Katze muss die Rolle mit der Pfote bewegen oder öffnen, um an das Futter zu gelangen. Achte darauf, dass sie keine Pappstücke abbeißt und verschluckt.

17. Beute unter einer Decke verstecken: Bewege eine Spielmaus oder eine Spielangel langsam unter einer Decke entlang. Lass die vermeintliche Beute zwischendurch an einer Stelle auftauchen und wieder verschwinden. Viele Katzen können diesem Reiz kaum widerstehen und beginnen, sich anzuschleichen, zu lauern oder nach der Beute zu schlagen. Lass deine Katze das Spielzeug regelmäßig tatsächlich fangen, damit das Jagdspiel nicht frustrierend wird.

18. Ein kleines Wasserspiel anbieten: Nicht jede Katze mag Wasser, aber manche sind begeistert davon, mit den Pfoten darin zu angeln. Fülle eine flache Schüssel mit wenig Wasser und lege ein paar ausreichend große, schwimmende Spielbälle hinein. Deine Katze kann versuchen, die Bälle zu bewegen oder herauszufischen. Bei manchen Katzen funktionieren auch kleine Leckerlis auf einem geeigneten, schwimmenden Futterträger. Stelle die Schüssel auf eine wasserfeste, rutschfeste Unterlage.

19. Eine Duftsocke mit Katzenminze oder Baldrian basteln: Fülle eine saubere, stabile Socke mit etwas knisterndem Papier und einer kleinen Menge Katzenminze oder Baldrian. Verschließe sie so, dass deine Katze nicht an die Füllung gelangen kann. Manche Katzen reagieren begeistert auf diese Gerüche, reiben sich an der Socke, rollen sich darüber oder tragen sie herum. Andere zeigen kaum Interesse – auch das ist völlig normal. Biete die Socke nur unter Aufsicht an, insbesondere wenn deine Katze dazu neigt, Stoff oder Papier zu zerbeißen.

20. Trockenfutter zum Jagen verwenden: Warum das Trockenfutter immer nur aus dem Napf fressen lassen? Wirf einzelne Stückchen über den Boden oder lass sie über eine glatte Fläche kullern. Deine Katze kann hinterherlaufen, sie mit den Pfoten verfolgen und anschließend fressen. So wird aus einem kleinen Teil der täglichen Futterration ein einfaches Jagdspiel. Passe Tempo und Entfernung an das Alter und die Beweglichkeit deiner Katze an.

Weniger ist manchmal mehr

Du musst deiner Katze nicht jeden Tag ein aufwendiges Beschäftigungsprogramm bieten. Oft reicht es völlig aus, gelegentlich einen Gegenstand umzustellen, einen Karton anzubieten oder ein paar Leckerlis zu verstecken.

Besonders wichtig ist dabei die Abwechslung. Wenn nicht immer alles gleichzeitig zur Verfügung steht, können auch bekannte Gegenstände nach einer Pause wieder interessant werden. Probiere ruhig aus, welche Ideen deine Katze besonders gerne annimmt.

Achte dabei immer auf die Sicherheit: Alle Konstruktionen sollten stabil sein. Verzichte auf verschluckbare Kleinteile, scharfe Kanten, lose Schnüre und giftige Materialien. Spiele mit potenziell zerlegbaren Gegenständen sollten nur unter Aufsicht stattfinden. Leckerlis und Trockenfutter für Beschäftigungsspiele sollten außerdem in die tägliche Futterration eingerechnet werden.

Und ganz wichtig: Zwinge deine Katze niemals zur Beschäftigung. Manche Katzen stürzen sich sofort auf neue Dinge, andere beobachten sie zunächst aus sicherer Entfernung. Beides ist völlig in Ordnung.

Fazit: Kleine Veränderungen, große Wirkung

Beschäftigung für Katzen muss weder kompliziert noch teuer sein. Mit etwas Kreativität lassen sich aus ganz alltäglichen Haushaltsgegenständen spannende Erkundungsmöglichkeiten, Verstecke und Futtersuchspiele gestalten.

Ob ein umgestellter Stuhl, ein Handtuch voller Leckerlis oder eine selbst gebaute Kartonlandschaft: Oft sind es gerade die einfachsten Ideen, die Katzen besonders viel Freude machen.

Schau dich einfach mal in deiner Wohnung um. Vielleicht wartet das nächste Katzenabenteuer schon in Form eines leeren Kartons oder einer alten Decke auf euch!

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Erstellt:
15. Oktober 2026, 10:48 Uhr

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