Bluttat in Rheinland-Pfalz

28-Jähriger greift seine Familie mit Messer an - Mutter stirbt

Ein 28-Jähriger geht auf seine Geschwister und seine Mutter mit einem Messer los. Warum der Mann seine Familienmitglieder angriff, ist laut Polizei und Staatsanwaltschaft noch unklar.

Der Verdächtige wurde festgenommen. (Symbolbild)

© Marcus Brandt/dpa/Marcus Brandt

Der Verdächtige wurde festgenommen. (Symbolbild)

Von red/dpa

– Ein 28-Jähriger soll in Böhl-Iggelheim (Rhein-Pfalz-Kreis) mehrere Familienmitglieder mit einem Messer angegriffen und dabei seine 64-jährige Mutter tödlich verletzt haben. Als Beamte den Mann festnahmen, sei dieser durch Polizeischüsse schwer verletzt worden, teilten die Staatsanwaltschaft Frankenthal und die Polizei mit. Die Hintergründe der Tat in der Nacht zum Montag seien bislang unklar, hieß es.

Demnach soll der 28-Jährige gegen Mitternacht seine Mutter, seinen 35-jährigen Bruder und seine 36-jährige Schwester mit einem Messer angegriffen haben. Die 64-jährige Mutter des Tatverdächtigen sei vor Ort ihren Verletzungen erlegen, der 35-jährige Bruder sei schwer verletzt worden, so die Mitteilung. Die 36-jährige Schwester habe leichte Verletzungen erlitten. 

28-Jähriger wurde festgenommen

Die alarmierte Polizei sei im Haus auf den Tatverdächtigen getroffen und habe auf ihn schießen müssen. Dabei sei er so schwer verletzt worden, dass er im Krankenhaus notoperiert wurde. Lebensgefahr bestehe derzeit nicht. 

Der 28-Jährige wurde vorläufig festgenommen und wird im Krankenhaus von Polizisten bewacht. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal und die Kriminalpolizei ermitteln.

Im oberfränkischen Strullendorf kam es am Freitagabend ebenfalls zu einer Bluttat im innerfamiliären Bereich. In diesem Fall soll ein 52-Jähriger seine Frau und die zwei Kinder erschossen haben, bevor er sich selbst richtete.

Sie haben suizidale Gedanken? Hier wird Ihnen geholfen 

Wenn Sie selbst unter Depressionen leiden oder Suizidgedanken haben, wenden Sie sich bitte sofort an die Telefonseelsorge. Auch wenn eine nahestehende Person betroffen ist, zögern Sie nicht, die Telefonseelsorge zu kontaktieren. Telefonnummer: 0800 1110 111

Hilfe für Betroffene und Angehörige

Es ist wichtig, dass Eltern, Verwandte und Freunde besonders aufmerksam sind, wenn bei Kindern oder Jugendlichen Anzeichen von Depressionen oder Suizidgefahr auftreten. Im Jahr 2023 war Suizid die häufigste Todesursache bei jungen Menschen im Alter von 10 bis 25 Jahren.

Auch hier gibt professionelle Hilfe:

www.deutsche-depressionshilfe.de

Info-Telefon Depression für Betroffene und Angehörige: 0800 33 44 5 33

E-Mail-Beratung für Betroffene und Angehörige: bravetogether@deutsche-depressionshilfe.de

Kinder und Jugendtelefon: 116 111 (Montag bis samstags 14 bis 20 Uhr)

Eine Liste mit Hilfsangeboten findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: https://www.suizidprophylaxe.de/

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Erstellt:
23. Februar 2026, 12:22 Uhr

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