Insa-Umfrage
29 Prozent! AfD in Sonntagsfrage weiter vorn
Würde jetzt ein neuer Bundestag gewählt, käme die Regierungskoalition aus CDU, CSU und SPD zusammen nur auf die Unterstützung von knapp einem Drittel der Wähler. Unverändert an der Spitze liegt eine andere politische Kraft.
© Kay Nietfeld/dpa
Blick am Morgen in den Plenarsaal des Bundestags. In der Sonntagsfrage liegt die AfD in einer Umfrage weiter vorn.
Würde an diesem Sonntag ein neuer Bundestag gewählt, läge die AfD einer Umfrage zufolge weiterhin vorn. Sie käme wie in der Vorwoche auf 29 Prozent der Stimmen, wie eine Insa-Erhebung für die „Bild“ ergab. CDU und CSU würden demnach gemeinsam 20 Prozent erreichen – ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Zusammen mit der SPD kämen die Regierungsparteien damit auf knapp ein Drittel der Stimmen.
Die Grünen kämen nach der Umfrage unverändert auf 13 Prozent. Für die SPD würden sich weiterhin 12 Prozent der Wähler entscheiden, für die Linke 10 Prozent (-1 Prozentpunkt). Unter der Fünf-Prozent-Hürde blieben demnach mit jeweils 4 Prozent das BSW (+1 Prozentpunkt) und die FDP (-1 Prozentpunkt).
Insa befragte vom 24. bis zum 28. August 1.200 Menschen, als statistische Fehlertoleranz werden +/- 2,9 Prozentpunkte angegeben. Die Daten sind nach Angaben des Instituts repräsentativ.
Seit einigen Monaten die Union überholt
Die AfD hatte die Union im März in der Wählergunst überholt und erreicht in der Insa-Umfrage seit einigen Monaten Werte zwischen 28 und 29 Prozent. CDU und CSU waren vor zwei Wochen erstmals seit Herbst 2021 auf 20 Prozent abgerutscht. Die nächste Bundestagswahl steht planmäßig im Frühjahr 2029 an.
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.
