Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern

AfD vorn, SPD holt auf - Die aktuellsten Umfragen zur Wahl am 20. September 2026

Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Wie sehen die aktuellsten Umfragen aus?

Der Landtag von mecklenburg-Vorpommern tagt im Schweriner Schloss.

© Jens Büttner/dpa

Der Landtag von mecklenburg-Vorpommern tagt im Schweriner Schloss.

Von Daniel Steiger

In wenigen Tagen wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Nach dem Erfolg der AfD in Sachsen-Anhalt liegt auf der Wahl im Norden jetzt ein ganz anderer Fokus. Wer führt aktuell die Umfragen an?

Aktuellste Umfragen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

Das Meinungsforschungsinstitut INSA hat im Auftrag des Nordkurier Wähler in MV befragt. Das sind die Zahlen der Umfrage, die am 10. September veröffentlicht wurde:

  • AfD: 36 Prozent
  • SPD: 33 Prozent
  • Linke: 11 Prozent
  • CDU: 7 Prozent
  • Grüne: 5 Prozent
  • BSW: 4 Prozent
  • Sonstige: 4 Prozent

Eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR (veröffentlicht am 3. September) kommt auf folgende Werte:

  • AfD: 35 Prozent
  • SPD: 32 Prozent
  • Linke: 11 Prozent
  • CDU: 8 Prozent
  • Grüne: 5 Prozent
  • BSW: 4 Prozent
  • Sonstige: 5 Prozent

Die Meinungsforscher von Forsa hatten für die Ostseezeitung Wähler befragt und am 2. September diese Zahlen veröffentlicht:

  • AfD: 37 Prozent
  • SPD: 28 Prozent
  • Linke: 11 Prozent
  • CDU: 10 Prozent
  • Grüne: 5 Prozent
  • BSW: 4 Prozent
  • Sonstige: 5 Prozent

Diese Koalitionen wären in Mecklenburg-Vorpommern möglich

Laut den aktuellsten Umfragen deutet derzeit vieles auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen AfD und SPD bei der Wahl am Sonntag kommender Woche hin. Rot-Rot-Grün hätte nach der Umfrage im neuen Landtag eine Mehrheit, weitere denkbare Konstellationen zeichnen sich dagegen nicht ab. Eine Koalition mit der AfD schließen die anderen Parteien aus.

Die Wahl vom September 2021 gewann in Mecklenburg-Vorpommern die SPD mit 39,6 Prozent vor der AfD mit 16,7 Prozent, der CDU mit 13,3 Prozent und der Linken mit 9,9 Prozent. Auch die Grünen und die FDP zogen mit 6,3 Prozent beziehungsweise 5,8 Prozent damals in den Schweriner Landtag ein. Das BSW trat damals noch nicht an.

Klein und unzufrieden - Das ist Mecklenburg-Vorpommern

Kein Bundesland ist dünner besiedelt, 68 Menschen sind es pro Quadratkilometer. Bei der Zahl der Einwohner ist MV mit knapp 1,6 Millionen bundesweit an drittletzter Stelle, nur im kleinen Saarland und im Stadtstaat Bremen leben weniger Menschen. In einem anderen Punkt ist das Land Spitze: Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist bundesweit der größte - er ist mehr als doppelt so groß wie das Saarland. Schwerin ist gemessen an der Bevölkerungszahl die kleinste Landeshauptstadt Deutschlands mit weniger als 100.000 Einwohnern. Natur und Seeluft reichen nicht, um glücklich zu sein. Im „Glücksatlas“ 2026 der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) landete die Hansestadt Rostock bei der allgemeinen Lebenszufriedenheit seiner Einwohner auf dem letzten Platz von 40 deutschen Großstädten. Die Landeshauptstadt Schwerin war nicht auf der Liste, weil nur Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern dabei waren. Allerdings landete MV auch im Bundesländer-Vergleich 2025 der SKL auf dem letzten Platz.

(mit Material von AFP und dpa)

Zum Artikel

Erstellt:
10. September 2026, 14:40 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Entscheidung gefallen

Emirates fliegt künftig auch Berliner Flughafen BER an

Am BER gibt es nur wenige internationale Langstreckenflüge. Das könnte sich absehbar ändern. Die Bundesregierung erlaubt der Airline Emirates, künftig einen weiteren deutschen Flughafen anzufliegen.

Nachbeben der Sachsen-Anhalt-Wahl

Alle reden davon, auch Cem Özdemir: Braucht unsere Demokratie Disruption?

Der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt ist ein Wendepunkt, meint Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident. Viele Menschen in Deutschland hätten das Gefühl, dass bestimmte Themen tabu seien. Damit müsse endlich Schluss sein. „Die Demokratie braucht jetzt Disruption“, fordert Cem Özdemir.