Speicher-Engpässe

Apple erhöht Preise für iPads und MacBooks

Der Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz macht Speicherchips drastisch teurer. Apple hielt die Preise dennoch recht lange weitgehend stabil - doch nun gibt es Aufschläge.

Beim MacBook Pro - das auch mehr Speicher hat - fallen die Preissteigerungen deutlich aus. (Archivbild)

© Monika Skolimowska/dpa

Beim MacBook Pro - das auch mehr Speicher hat - fallen die Preissteigerungen deutlich aus. (Archivbild)

Von dpa

Cupertino - Apple hat als Reaktion auf die im KI-Boom gestiegenen Speicherchip-Kosten wie angekündigt die Preise für einige Geräte erhöht. Betroffen sind MacBook-Laptops und iPad-Tablets - sowie HomePod-Lautsprecher und die Streaming-Box Apple TV. Die iPhone-Preise ließ Apple zunächst unverändert.

Das Ausmaß des Aufschlags schwankt von Modell zu Modell. Das günstigste MacBook-Modell Neo verkauft Apple in Deutschland nun ab 799 Euro - zuvor waren es 599 Euro. Beim besser ausgestatteten MacBook Pro erhöhte der Konzern den Einstiegspreis von 1.799 auf 2.199 Euro. Der Preis des günstigsten iPad-Modells steigt von 379 auf 499 Euro. Der kleine Lautsprecher HomePod mini kostet nun 139 Euro und damit 30 Euro mehr als bisher.

Apple-Chef Tim Cook hatte vor einer Woche dem "Wall Street Journal" gesagt, Preiserhöhungen seien angesichts gestiegener Kosten unvermeidlich geworden. Der gesamten Branche macht bereits seit Monaten zu schaffen, dass mit dem großangelegten Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz die Speicherchip-Kapazitäten nicht ausreichen - und die Komponenten-Preise entsprechend in die Höhe schießen.

"Riesige" Kostensteigerungen

Apple konnte bisher unter anderem dank langfristiger Lieferverträge die Gerätepreise für Kunden weitgehend stabil halten. Nun hieß es vom Konzern: "Wir haben noch nie erlebt, dass die Preise für Komponenten so stark und so schnell gestiegen sind." Die Branche stehe "vor einer beispiellosen Herausforderung".

Einige PC-Hersteller und Spielekonsolen-Anbieter erhöhten bereits ihre Preise. Auch bei anderen großen Elektronik-Anbietern war zuletzt zu hören, dass die Kostensteigerungen bei Speicherchips ein Ausmaß erreicht hätten, das ohne höhere Preise für die Kunden nicht verdaut werden könne.

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Erstellt:
25. Juni 2026, 15:40 Uhr

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