Mond-Mission «Artemis 2»

Astronauten benennen Mondkrater nach gestorbener Ehefrau

Erstmals seit mehr als 50 Jahren sind wieder Menschen in der Nähe des Mondes. Einem Krater auf dem Erdtrabanten geben sie einen ganz besonderen Namen.

Auf dem Mond gibt es jetzt einen Krater, der nach der gestorbenen Ehefrau von Astronaut Wiseman benannt ist.

© Uncredited/NASA/AP/dpa

Auf dem Mond gibt es jetzt einen Krater, der nach der gestorbenen Ehefrau von Astronaut Wiseman benannt ist.

Von dpa

Cape Canaveral - Die vier Astronauten der "Artemis 2"-Mission haben einen zuvor namenlosen Mondkrater nach der Ehefrau ihres Kommandanten Reid Wiseman benannt. Der Krater – ein "heller Punkt auf dem Mond" – solle von nun an Carroll-Krater heißen, sagte der kanadische Astronaut Jeremy Hansen mit tränenerstickter Stimme aus der "Orion"-Kapsel. Damit solle an die 2020 im Alter von 46 Jahren an Krebs gestorbene Ehefrau des "Artemis 2"-Kommandanten Reid Wiseman erinnert werden. 

Danach umarmten sich die vier Astronauten – neben Hansen und Wiseman noch Christina Koch und Victor Glover. Die zwei Töchter von Wiseman und seiner gestorbenen Ehefrau verfolgten das Ganze im Kontrollzentrum in Houston im US-Bundesstaat Texas. 

Die vier Astronauten sind die ersten Menschen seit mehr als 50 Jahren in der Nähe des Mondes. Sie waren in der Nacht zum Donnerstag (MESZ) an Bord der "Orion"-Kapsel mit dem Raketensystem "Space Launch System" vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgehoben und sollen nach etwa zehn Tagen im Pazifik wieder auf der Erde aufkommen.

Zum Artikel

Erstellt:
7. April 2026, 04:08 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Planetarische Grenzen überschritten

Auf der Intensivstation: So krank ist die Erde durch den Menschen

Notfallpatient Erde: Übertriebe Panikmache? Nein! Sieben von neun Belastungsgrenzen des Planeten sind nach Angaben eines neuen Klimareports überschritten.

Erwachsenwerden mit Herzfehler

„Repariert, aber nicht geheilt“

Babys mit Herzfehler werden heute gut versorgt. Doch was ist, wenn aus den Kindern Erwachsene werden? Warum es eine jahrzehntelang gute Versorgung braucht, zeigt die Geschichte von Svenia Schmidt.

Weltuntergang durch KI: Alles nur Panikmache?

Diese konkreten Gefahren drohen durch Künstliche Intelligenz

Löscht die KI die Menschheit aus oder lenken Doomsday-Szenarien von den echten Gefahren ab? Während manche Vordenker vor dem totalen Kontrollverlust warnen, halten andere die Untergangsbilder für Science-Fiction. Was stimmt denn nun? Eine Einschätzung.