Auftakt für die neue Fasnetssaison der Henderwäldler
Mit dem Häsabstauben machen sich die Murrhardter Narren bereit für die Kampagne 2026. Langjährige Mitglieder werden geehrt, neue werden aufgenommen.
Zunftmeisterin Diana Spreu (links) und Zunftmeister Matthias Schlichenmaier (rechts) mit den Geehrten (von links) Matthias Härer, Klara Noller, Anna-Maria Schlichenmaier, Markus Görlich, Lilia Görlich, Michael Görlich, Sandra Rösner, Melanie Gabriel, Mia Schlichenmaier, Monika Schwed, Alexander Schwed, Jannika Schultheiß, Katharina Konz und Martin Kübler. Foto: Murreder Henderwäldler
Murrhardt. Mit dem traditionellen Häsabstauben hat die Narrenzunft Murreder Henderwäldler in der Murrhardter Festhalle offiziell die Fasnet 2026 eröffnet. Hästrägerinnen und Hästräger, passive Mitglieder, die Jugend sowie zahlreiche Gäste erlebten einen stimmungsvollen Nachmittag im Zeichen von Brauchtum, Gemeinschaft und der Vorfreude auf die kommenden Fasnetstage.
Bereits ab 13 Uhr sorgte die traditionelle Narrensuppe für einen geselligen Auftakt. Um 14 Uhr begann das offizielle Programm mit dem feierlichen Einmarsch der Einzelfiguren. Angeführt vom Murreder Nachtwächter zogen die in schwarze Umhänge gehüllten Figuren mit ihren Truhen, in denen die Masken aufbewahrt werden, durch die verdunkelte Festhalle auf die Bühne – ein symbolischer Moment für das Erwachen der Fasnet. Sie nahmen die Masken heraus und die schwarzen Gestalten verwandelten sich in Hotz, Nachtkrabb und Hexenturmweible. Das Licht ging an und mit einem kräftigen „Narri – Narro“ erwachten die drei Einzelfiguren der Henderwäldler.
Die Häs und Masken der mehr als 150 aktiven Henderwäldler werden beim Häsabstauben symbolisch vom Staub des vergangenen Jahres befreit. Nach fast einem Jahr Pause schlüpfen die Narren wieder in ihr Häs, das zugleich auf Vollständigkeit, Sauberkeit und ein gepflegtes Erscheinungsbild überprüft wird. In diesem Augenblick ist klar: Die Fasnet hat begonnen. Jede und jeder Aktive muss dabei bei Häsmeisterin Kim Steiert und ihrem kritischen Kontrollteam vortreten.
Nach der Begrüßung durch den Zunftmeister Matthias Schlichenmaier stand zunächst der Nachwuchs im Mittelpunkt. Die Jugend der Narrenzunft begeisterte das Publikum mit einem neuen Brauchtums- und Showtanz. Ein weiterer wichtiger Programmpunkt waren die Ehrungen für langjährige aktive Mitgliedschaft. Für elf Jahre aktiven Einsatz wurden Mia Schlichenmaier und Jannika Schultheiß ausgezeichnet. Für 22 Jahre aktives Wirken erhielten Melanie Gabriel und Martin Kübler eine Ehrung. Auf 33 Jahre aktive Mitgliedschaft können zurückblicken: Lilia Görlich, Markus Görlich, Michael Görlich, Sandra Rösner, Matthias Härer, Gabi Kallfaß, Klara Noller, AnnaMaria Schlichenmaier, Monika Schwed, Alexander Schwed, Katha Konz, Marianne Steck und Olga Theier. Für ihr besonderes Engagement in der Jugendarbeit der Narrenzunft wurden Denise Schurr, Lena Kesel und Patricia Kugler mit dem Jugendorden in Bronze des Landesverbands Württembergischer Karnevalvereine ausgezeichnet.
Aus dem Kreis der bisherigen Narrensamen wurden nun offiziell in den Kreis der aktiven Hästrägerinnen und Hästräger aufgenommen: Anisha Trombetta und Ayleen Cazupala (beide Wasserfratz) sowie Lilly Hertneck (Feuerbarthl). Für sie beginnt nun die erste Fasnet mit Maske.
Ein fester Bestandteil des Häsabstaubens ist zudem die Vorstellung der Täuflinge, die bei der Narrentaufe am schmotzigen Donnerstag, 12. Februar, auf dem Murrhardter Marktplatz offiziell als Narren getauft werden. Bei den Wasserfratzen sind dies Emil Schöndeling, Maximilian Hiesch, Robin Laruelle, Larissa Weller und Daniel Köger. Zu den Feuerbarthl-Täuflingen gehören Sonja Bischoff, Sina-Maike Braun, Chiara Dammer, Joy Dammer, Noah Dammer, Silvia Dammer und Elizardo Delgado Remiz.
Für heitere Momente sorgte Narrenbüttel Gerald Wurster, der einige Mitglieder in schwäbischen Reimversen für ihre „Missetaten“ der vergangenen Fasnet zur Rechenschaft zog – sei es eine vergessene Maske beim Umzug oder ein allzu schwungvoller Umgang mit dem Publikum. Das Publikum entschied per Applaus, welche Verfehlung die größte war und mit der traditionellen „Arschkarte“ geahndet wurde.
Mit dem Gelöbnis der Narreneltern Lilly Görlich und Jürgen Kopp und dem Schlusswort des Zunftmeisters klang das Häsabstauben aus. Zum Abschluss erhielten die Aktiven ihre Laufbändel – Zeichen dafür, dass die Fasnet offiziell begonnen hat. pm
