Gastronomie

Aus für Tialini-Kette – Restaurant schließt auch in Karlsruhe

Das letzte Tialini-Restaurant in Karlsruhe hat seine Türen geschlossen. Damit beendet Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking das ambitionierte Gastro-Projekt.

Sowohl in der Stuttgarter Bolzstraße im ehemaligen Kino (Bild) als auch in Karlsruhe musste das „Tialini“ schließen.

© imago images/Arnulf Hettrich

Sowohl in der Stuttgarter Bolzstraße im ehemaligen Kino (Bild) als auch in Karlsruhe musste das „Tialini“ schließen.

Von red/mic

Ein ambitioniertes Gastronomie-Kapitel geht zu Ende: Das letzte verbliebene Restaurant der Kette Tialini hat in Karlsruhe seine Pforten für immer geschlossen.

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Wer in den vergangenen Tagen an der Filiale in der Ludwig-Erhard-Allee 6 (Oststadt) vorbeikam, wurde von einem Schild an der Tür informiert: „Liebe Gäste, schweren Herzens müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir ab dem 19.3.2026 den Betrieb schließen werden.“ Mit dem 18. März endete somit der reguläre Betrieb der bundesweit letzten Tialini-Niederlassung.

„Porsche-Restaurant“ Tialini

Hinter dem italienischen Systemgastronomie-Konzept stand kein Geringerer als der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Nach seinem Ausscheiden bei dem Stuttgarter Sportwagenbauer investierte sein Family Office auch in die Gastronomie. Das Ziel war einst groß: Bis zu 20 Standorte der Kette, die mit Pizza, Pasta und einem besonders kinderfreundlichen Konzept punkten wollte, waren mittelfristig geplant.

L’Osteria folgt auf Tialini

Doch die Zeiten in der Gastronomie sind rau geworden. Gestiegene Kosten für Personal, Energie und Wareneinkauf sowie der allgegenwärtige Fachkräftemangel haben die Branche fest im Griff. Bereits in der Vergangenheit kündigte das Family Office der Wiedekings an, sich strategisch neu auszurichten und sich langfristig aus dem operativen Gastronomiegeschäft zurückzuziehen, um sich anderen Investitionsbereichen zu widmen.

Die Folgen dieser Neuausrichtung waren schnell sichtbar: Standorte in Freiburg und Wiesbaden wurden geschlossen. In Ludwigshafen machte Tialini Platz für den stark wachsenden Konkurrenten L’Osteria, der die Flächen übernahm. Karlsruhe blieb als letzte verbliebene Filiale der Kette übrig – bis jetzt.

Tialini-Aus 2025 in Stuttgart

Exemplarisch für den Rückzug der Kette war das Ende der Tialini-Filiale in Stuttgart. In der Landeshauptstadt vor der Haustür des ehemaligen Porsche-Chefs zeichnete sich das Ende des Gastronomie-Ausflugs bereits länger ab.

Die großzügigen Räumlichkeiten in bester Innenstadtlage blieben jedoch nicht lange verwaist: Auch hier übernahm L’Osteria 2025 den prominenten Standort. Für die Stuttgarter Gäste bedeutete dies einen fast nahtlosen Übergang, denn das Grundkonzept der italienischen Systemgastronomie blieb erhalten – nur eben mit den markentypischen, überdimensionalen Pizzen des Mitbewerbers.

Die reibungslose Übergabe an einen direkten Konkurrenten zeigt, dass die Wiedeking-Familie das Kapitel Tialini geordnet, aber konsequent abschließen wollte.

Schluss mit „La Famiglia“ und riesiger Pizza im Tialini

Was nun mit den großzügigen Räumlichkeiten im Karlsruher City-Park passiert, in denen über 140 Gäste im Innenbereich und weitere knapp 145 auf der Terrasse Platz fanden, ist derzeit noch unklar. Für die Fans der Tialini-Pizza und der großen „La Famiglia“-Pasta-Schüsseln heißt es nun jedenfalls Abschied nehmen. Das Projekt der „Porsche-Pizza“ ist damit endgültig Geschichte.

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Erstellt:
27. März 2026, 14:56 Uhr
Aktualisiert:
27. März 2026, 15:01 Uhr

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