Tennis in Rom
„Beängstigend“ – Laura Siegemund übt Kritik an Zuschauern
Die Störungen gingen über Zwischenrufe hinaus, sagte Deutschlands aktuelle Nummer eins. Sie vermutet, dass es sich um aktive Wettspieler handelt.
© Baumann/Julia Rahn
Laura Siegemund spielt derzeit in Rom (Archivbild).
Von red/sid
Laura Siegemund hat emotionale Kritik am Verhalten einiger Zuschauer beim Tennis-Turnier in Rom geübt und fordert Konsequenzen durch die Veranstalter. Die Störungen gingen über ständige Zwischenrufe hinaus, sagte Deutschlands aktuelle Nummer eins bei Sky: „Ich finde so was beängstigend. Da kommt eine Gruppe völlig Gestörter, schreit rein, labert dich zu beim Change Over, die gehören runter von der Anlage.“
Siegemund vermutet hinter diesen Personen aktive Wettspieler, die um ihre Einsätze bangen und Einfluss auf die Matches nehmen wollen. „Es sind coole Fans hier, Kids, Leute, die die Spiele wirklich unterstützen“, sagte Siegemund: „Und dann sind diese Idioten da, die wetten. Das geht über alle Grenzen hinweg, das hat nichts mehr mit Respekt zu tun. Das macht alles kaputt.“
Im Einzel in der dritten Runde gescheitert
Als Spielerin fühle sie sich dadurch unwohl, wenn sie sich auf der Anlage bewege, auf dem Weg zur Umkleide etwa. „Das sind die Leute, die dir auf Instagram schreiben: ‚Ich bringe deine Familie um’„, sagte die 38-Jährige, „das ist schockierend.“ Es sei zudem ein spezielles Problem bei diesem Event, „es ist immer nur in Rom so, auf anderen Turnieren nicht.“
Siegemund war beim hoch dotierten Sandplatzevent im Einzel in der dritten Runde gescheitert. Im Doppel erreichte sie mit der Russin Wera Swonarewa das Viertelfinale und machte anschließend ihrem Ärger Luft.
