Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro

Bekommen auch Rentner einen Krisenbonus?

Bekommen auch Rentner die Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro oder gehen sie beim Krisenbonus leer aus?

Bekommen auch Rentner den Bonus?

© Melnikov Dmitriy / shutterstock.com

Bekommen auch Rentner den Bonus?

Von Lukas Böhl

Die Bundesregierung hat ein Entlastungspaket geschnürt, um die Bürgerinnen und Bürger angesichts der anhaltend hohen Energiepreise zu unterstützen. Darin enthalten ist unter anderem eine freiwillige Einmalzahlung von 1.000 Euro, die von den Arbeitgebern steuerfrei an ihre Mitarbeiter ausbezahlt werden kann.

Bekommen Rentner den Krisenbonus?

Laut dem aktuellen Beschluss der Koalition aus CDU, CSU und SPD soll es Arbeitgebern ermöglicht werden, im Jahr 2026 eine steuer- und abgabenfreie Prämie in Höhe von bis zu 1.000 Euro an ihre Beschäftigten auszuzahlen. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, warnt dabei allerdings vor einer „deutlichen sozialen Schieflage“. Er kritisiert, dass gerade Gruppen, die keine Lohnerhöhungen verhandeln können – wie eben Rentner, aber auch Studierende und Arbeitslose – bei dieser Maßnahme leer ausgehen. Zudem ist die Zahlung für Arbeitgeber freiwillig. Das bedeutet: Selbst viele Angestellte in kleineren Betrieben könnten am Ende leer ausgehen, wenn das Unternehmen die finanziellen Mittel für den Bonus nicht aufbringen kann.

Lesen Sie auch: Wann gibt es den Krisenbonus?

Was hat die Regierung noch geplant?

Unmittelbar soll die Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel für zwei Monate um 17 Cent gesenkt werden, wobei gleichzeitig neue Preisregeln für Tankstellen eingeführt werden. Für die Zukunft stellt die Koalition außerdem eine Einkommensteuerreform für 2027 sowie eine Reform der Krankenversicherung in Aussicht, die zwar Beiträge stabilisieren soll, aber voraussichtlich auch Leistungskürzungen oder Ausgabenbegrenzungen mit sich bringt. Industriepolitisch blockiert die Regierung zudem strengere EU-Abgasnormen für Hybrid-Fahrzeuge, um die Belastung für deutsche Autohersteller zu verringern.

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Erstellt:
14. April 2026, 07:30 Uhr
Aktualisiert:
15. April 2026, 07:23 Uhr

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