Inferno in Kehl

Brand in Disco – Bislang keine Ermittlung gegen Personen

Bei dem Feuer einer Disco konnten sich 750 Menschen in Sicherheit bringen, fünf wurden verletzt. Nächste Wochen sollen Fachleute der Brandursache auf den Grund gehen.

Das Feuer war in eine Disco in Kehl ausgebrochen.

© Philipp von Ditfurth/dpa/Philipp von Ditfurth

Das Feuer war in eine Disco in Kehl ausgebrochen.

Von red/dpa

Nach dem Großbrand in einer Disco in Kehl (Ortenaukreis) ermitteln die Behörden bislang nicht gegen Menschen. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Offenburg führe die Kriminalpolizei seit Sonntagmorgen ein Ermittlungsverfahren, in dem die Brandursache zu klären sei, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Zahl der Geschädigten ist derweil auf fünf gestiegen. 

Mittlerweile seien neben den drei vor Ort behandelten Personen zwei weitere Geschädigte bekanntgeworden, hieß es. „Eine Frau musste nach dem Brandgeschehen in einem Klinikum im Elsass stationär aufgenommen werden.“

Feuerlöscher konnten Flammen nicht mehr eindämmen

Bei dem Brand am frühen Sonntagmorgen hatten sich rund 750 Menschen aus der Halle in Sicherheit bringen können. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes hätten vergeblich versucht, den Brand mit Feuerlöschern einzudämmen.

Laut Polizei entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden im unteren einstelligen Millionenbereich. Das Feuer hatte sich über beide Stockwerke des Betriebes unweit der französischen Grenze erstreckt und das Gebäude zerstört. Von Betreiberseiten gab es bisher keine Reaktion auf Anfragen.

Wie die Ermittlungen weitergehen

Im Laufe der nächsten Woche soll die Suche nach der Brandursache beginnen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Sachverständigengutachten in Auftrag gegeben. Auch Kriminaltechniker werden vor Ort erwartet. „Ob alle bestehenden Sicherheitsvorschriften, die für das Brandgeschehen von Bedeutung sind, pflichtgemäß eingehalten wurden, ist Gegenstand der Ermittlungen.“

Darüber hinaus sucht die Kriminalpolizei weiterhin Zeugen, die in der Brandnacht in der Diskothek waren. Alle Gäste aus Deutschland und Frankreich, die Hinweise zu dem Geschehen geben können, sollen das mehrsprachige Hinweisportal der Polizei nutzen. Insbesondere könnten den Ermittlerinnen und Ermittlern demzufolge originale Videoaufnahmen helfen.

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Erstellt:
2. April 2026, 17:12 Uhr

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