Grenze Österreich-Italien
Brenner wird teilweise gesperrt
Der Brenner wird im Oktober erneut zum Engpass: Brückenarbeiten bremsen den Reiseverkehr. Bestimmte Fahrzeuge dürfen zeitweise gar nicht passieren.
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Die Brennerautobahn (A13/A22) gilt als politischer Zankapfel und notorisches Nadelöhr.
Von Michael Maier
Wer jetzt im Oktober über den Brenner nach Italien fährt, sollte nicht nur auf mögliche Glättegefahr achten, sondern auch zusätzliche Zeit einplanen. Auf der Luegbrücke der A13 stehen Fahrbahnsanierungen an, die den Verkehr weiter einschränken – ausgerechnet mitten in den Herbstferien in einigen deutschen Bundesländern. Wie Medien berichten, betreffen die Maßnahmen nicht nur den Güterverkehr, sondern auch Urlauber im Bus oder schweren Wohnmobil. Für sie gilt nachts sogar eine Vollsperrung.
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Vom 12. bis 15. Oktober sowie vom 19. bis 22. Oktober 2026 steht tagsüber zudem nur eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung. Die Hauptarbeiten finden dann nachts statt. Dabei gelten zusätzliche Fahrverbote für schwere Fahrzeuge.
Mit den Arbeiten im Oktober ist die Baustelle nicht erledigt: Laut Autobahnbetreiber ASFINAG hat die alte Luegbrücke das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Bereits seit Januar 2025 ist deshalb grundsätzlich nur eine Spur je Richtung vorgesehen; lediglich an verkehrsreichen Tagen wird zeitweise eine zweite geöffnet. Der Neubau läuft seit Ende März 2025 auf Hochtouren.
Brenner-Sperrung im Oktober
- Zeitraum: 12. bis 15. Oktober und 19. bis 22. Oktober
- 21 bis 5 Uhr: Fahrverbot für Lkw über 3,5 Tonnen auf der A12 und A13 durch Tirol, sofern ihr Ziel nur über die Luegbrücke erreichbar ist.
- 22 bis 5 Uhr: Auch andere Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, darunter Busse und schwere Wohnmobile, dürfen den Abschnitt zwischen Matrei-Steinach und Brenner-Nord nicht befahren.
- Für Busse wird die B182 Brennerstraße als Ausweichroute genannt. Verstärkte Polizeikontrollen können zusätzliche Wartezeiten verursachen. Nach Angaben lokaler Medien sollen die witterungsabhängigen Arbeiten möglichst bis zum 23. Oktober 2026 abgeschlossen sein.
Vor der Abfahrt sollte man möglichst den ASFINAG-Reisezeitplaner und die aktuelle Verkehrslage prüfen. Besonders mit einem Wohnmobil über 3,5 Tonnen ist Vorsicht geboten. Auch der ADAC warnt für den Herbst 2026 ferienbedingt vor erhöhter Staugefahr auf der Brennerroute.
„Brenner-Rebellen“ drohen erneut mit Blockade
Mehrere österreichische Verbotsregeln und Straßensperren für Lkws auf der Brennerroute verstoßen einem Gutachten des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zufolge übrigens eindeutig gegen EU-Recht. Nach Ansicht von Generalanwalt Manuel Campos Sánchez-Bordona sind das Nacht- und Winterfahrverbot sowie Einschränkungen bei bestimmten Gütertransporten klar rechtswidrig.
Die umstrittenen Blockabfertigungen seien dagegen nicht zu beanstanden, hieß es in diesem Sommer. Ein Urteil folgt erst später, die Richterinnen und Richter in Luxemburg müssen sich dabei nicht unbedingt an die Schlussanträge des Generalanwalts halten, folgen diesen aber in den meisten Fällen. Für 2027 drohen die sogenannten „Brenner-Rebellen“ dann wieder mit Blockaden aus politischen Gründen, nachdem sie bereits im Mai 2026 europaweit für Aufmerksamkeit gesorgt hatten.
