Listerien

Brie-Käse-Rückruf: Sepsis, Hirnhautentzündung, Baby-Tod

Wer Weichkäse im Kühlschrank hat, sollte kurz Sorte, Marke, Chargennummer und Haltbarkeitsdatum prüfen – konkrete Händlernamen wurden nicht veröffentlicht.

Betroffen sein können insbesondere auch solche Feinkosttheken im hochpreisigen Handel.

© IMAGO/Zoonar.com/Dmitri Maruta

Betroffen sein können insbesondere auch solche Feinkosttheken im hochpreisigen Handel.

Von Michael Maier

Die Heiderbeck GmbH aus Olching, Vertriebspartner des Schweizer Herstellers Eberle Spezialitäten AG, ruft mehrere Sorten des Mini-Brie zurück. Grund ist eine mikrobielle Kontamination mit Listeria monocytogenes. Die betroffenen Produkte wurden über Filialen verschiedener Einzelhändler in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen verkauft.

Welche Märkte konkret beteiligt sind, nennt weder die amtliche Meldung noch die Presseinformation – Verbraucher sollten daher vorsorglich alle Kühlschrankbestände prüfen. Bekannt ist aber, dass Heiderbeck diverse Supermarktketten mit bekannten Namen sowie Feinkosttheken und Käse-Fachhändler beliefert.

Brie-Käse-Rückruf

Alle Produkte sind in der Verpackungsgröße 150 Gramm erhältlich und tragen die Marke Eberle Spezialitäten. Folgende Sorten mit den jeweils zugehörigen Mindesthaltbarkeitsdaten und Chargennummern (LOT) sind vom Rückruf erfasst:

  • Brie Mini Nuss – MHD: 13.11.2026 und 20.11.2026 – LOT: 145867, 146629
  • Brie Mini Schnittlauch – MHD: 13.11.2026 und 20.11.2026 – LOT: 145868, 146630
  • Brie Mini Trüffel – MHD: 13.11.2026 und 20.11.2026 – LOT: 145876, 146641
  • Brie Mini Chili – MHD: 20.11.2026 – LOT: 146628

Vertrieben wurden die Produkte in Deutschland über die Heiderbeck GmbH, Gewerbering 4, 82140 Olching.

Listerien-Gefahr für Schwangere

Listerien sind Bakterien, die bei gesunden Erwachsenen häufig nur milde Symptome wie Durchfall und Fieber hervorrufen – diese treten typischerweise innerhalb von 14 Tagen nach der Infektion auf. Besonders gefährlich werden Listerien jedoch für Schwangere, Senioren sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Bei diesen Gruppen kann die Erkrankung schwere Komplikationen wie Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung verursachen. Schwangere sind besonders im Fokus: Selbst ohne eigene Symptome kann das ungeborene Kind ernsthaft geschädigt werden.

Brie-Käse nicht verzehren

Wer eines der betroffenen Produkte zu Hause hat, sollte es nicht verzehren und kann es im jeweiligen Markt zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet – auch ohne Vorlage eines Kassenbons.

Wer das Produkt bereits gegessen hat und schwere oder anhaltende Beschwerden bemerkt, sollte ärztliche Hilfe aufsuchen und dabei ausdrücklich auf eine mögliche Listerien-Infektion hinweisen. Schwangere sollten sich auch ohne Symptome vorsorglich in ärztliche Behandlung begeben und beraten lassen.

Bei Fragen steht der Kundenservice der Heiderbeck GmbH werktags von 8 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 08142 44567-0 sowie per E-Mail unter qm@heiderbeck.com zur Verfügung. Der Hersteller Eberle Spezialitäten AG ist unter +41 71 385 75 66 oder info@eberle.ch erreichbar.

Wer Weichkäse im Kühlschrank hat, sollte kurz Sorte, Marke, Chargennummer und Mindesthaltbarkeitsdatum prüfen – konkrete Händlernamen wurden nicht veröffentlicht, weshalb der Kauf in mehreren Supermarktketten möglich war.

Eine der vom Rückruf betroffenen Käse-Varianten.

© Bundesamt für Verbraucherschutz

Eine der vom Rückruf betroffenen Käse-Varianten.

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Erstellt:
30. Oktober 2026, 19:18 Uhr

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