Mercedes-AMG

Das erste elektrische SUV von Sportwagentochter AMG – mit bis zu 1169 PS

Vor 20.000 Beschäftigten und Gästen feiert Mercedes-AMG in Stuttgart die Weltpremiere seines ersten eigenen SUV.

Der AMG GT SUV wurde in Affalterbach entwickelt. Das Fahrzeug wird in Sindelfingen produziert werden, die Axial-Fluss-Motoren kommen aus dem Werk in Berlin-Marienfelde.

© Mercedes-Benz AG

Der AMG GT SUV wurde in Affalterbach entwickelt. Das Fahrzeug wird in Sindelfingen produziert werden, die Axial-Fluss-Motoren kommen aus dem Werk in Berlin-Marienfelde.

Von Veronika Kanzler

Das hat AMG noch gefehlt: ein eigener SUV. Und der ist elektrisch. Die Sportwagentochter von Mercedes-Benz begibt sich mit dem AMG GT SUV auf neues Terrain. Nach dem AMG GT 4-Türer folgt nun das Pendant als Sportgeländewagen.

SUVs sind derzeit gefragter denn je – auch bei Mercedes. Rund 60 Prozent aller verkauften Mercedes-Modelle sind Sportgeländewagen. Auf der Weltpremiere in Stuttgart vor dem Mercedes-Benz-Museum enthüllte der Sportwagenhersteller den neuen GT SUV vor etwa 20.000 Beschäftigten und geladenen Gästen.

Mercedes-AMG baut erstmals eigenen SUV

Der erste elektrische AMG-SUV setzt auf neueste Technologie: Er basiert auf der gleichen Plattform wie der AMG GT 4-Türer, der sogenannten AMG.EA (AMG Electric Architecture) – der ersten eigenständig entwickelten Elektroplattform speziell für High-Performance-Fahrzeuge.

Das Portfolio umfasst drei Modellvarianten. Die beiden Top-Varianten GT 63 und GT 55 verfügen jeweils über drei Axial-Fluss-Motoren. Diese sind kleiner, leichter und deutlich leistungsstärker als herkömmliche E-Motoren. Der entscheidende Unterschied liegt in der Bauweise: Beim Axial-Fluss-Motor verlaufen die magnetischen Kräfte entlang der Drehachse, wodurch der Motor besonders flach und platzsparend ausfällt.

Klassische Elektromotoren arbeiten dagegen mit radialem Fluss – die Kräfte wirken quer zur Achse, der Motor ist entsprechend zylindrisch aufgebaut und benötigt mehr Raum und Gewicht. Die Einstiegsvariante AMG GT 55 SUV hat einen solchen Radialflussmotor.

Diesen Unterschied merkt man deutlich bei der Antriebsleistung. Die oberste Variante liefert bis zu 860 kW, das entspricht 1169 PS. In der Einstiegsvariante sind es immerhin noch 400 kW und damit 544 PS. Die Dauerleistung des AMG GT 63 SUV ist mit 530 kW außerordentlich hoch. Zum Vergleich: Der Cayenne Turbo Electric von Porsche kommt auf eine kontinuierliche Leistung von 168 kW, laut Fahrzeugschein.

Technische Daten AMG GT 63 SUV

  • Motor: Drei Axial-Fluss-Motoren
  • Batterie: 800 Volt
  • Reichweite: bis zu 700 Kilometer
  • Maximale Antriebsleistung: 860 kW/1169 PS
  • Höchstgeschwindigkeit: 270 km/h
  • Ladezeit für etwa 450 km Reichweite: 10 Minuten
  • Maximale DC-Ladeleistung: 600 kW
  • Länge/Breite/Höhe: 5,08 Meter/2,00 Meter/1,66 Meter
  • Radstand: 3,04 Meter
  • cW-Wert (Luftwiderstandsbeiwert): 0,27
  • Leergewicht: 2,69 Tonnen

Wie alle neuen Mercedes-Modelle basiert auch der AMG GT SUV auf dem Betriebssystem MB.OS, das zentrale Funktionen wie Navigation, Infotainment, Assistenzsysteme sowie Energie- und Lademanagement bündelt. Das System wird durch Software-Updates kontinuierlich weiterentwickelt.

Auf akustische Zurückhaltung verzichtet AMG trotz Elektroantrieb nicht: Ein eigens entwickeltes Soundsystem soll dem Fahrzeug einen charakteristischen Klang verleihen. Kunden können sich zwischen einem V8- oder Sechszylindersound entscheiden – oder darauf verzichten.

Für die Einstiegsvariante nennt AMG derzeit einen Preis von 113.000 Euro. Basierend auf den Preissteigerungen beim GT 4-Türer dürfte die stärkste Motorisierung knapp unter 200.000 Euro starten. Verkaufsstart der Einsteigsvariante ist am 20. Oktober 2026. Die beiden Top-Modelle folgen dann Anfang 2027.

Drei Modelle sollen auf der elektrischen Plattform namens AMG.EA gebaut werden. Neben dem bereits präsentierten AMG GT 4-Türer und dem SUV folgt noch ein GT Coupé.

© Mercedes-Benz AG

Drei Modelle sollen auf der elektrischen Plattform namens AMG.EA gebaut werden. Neben dem bereits präsentierten AMG GT 4-Türer und dem SUV folgt noch ein GT Coupé.

Das Design der Rückleuchten blieb auch dem AMG GT SUV nicht erspart.

© Mercedes-Benz AG

Das Design der Rückleuchten blieb auch dem AMG GT SUV nicht erspart.

Den neuen Mercedes-AMG GT SUV wird es in drei Varianten geben. Die beiden Top-End-Modelle (AMG GT 63 und AM GT 55; hier im Bild) haben einen Axial-Fluss-Motor, die niedriger -motorisierte (AMG GT 53) hat einen Radialfluss-Motor.

© Mercedes-Benz AG

Den neuen Mercedes-AMG GT SUV wird es in drei Varianten geben. Die beiden Top-End-Modelle (AMG GT 63 und AM GT 55; hier im Bild) haben einen Axial-Fluss-Motor, die niedriger -motorisierte (AMG GT 53) hat einen Radialfluss-Motor.

Viel Platz im Innenraum – auch auf der Rückbank sitzt es sich sehr bequem.

© Mercedes-Benz AG – Communications & Marketing

Viel Platz im Innenraum – auch auf der Rückbank sitzt es sich sehr bequem.

Das zentrale Display im Cockpit ist deutlich zum Fahrer geneigt. Der zusätzliche Screen für den Beifahrer ist standardmäßig eingebaut.

© Mercedes-Benz AG

Das zentrale Display im Cockpit ist deutlich zum Fahrer geneigt. Der zusätzliche Screen für den Beifahrer ist standardmäßig eingebaut.

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Erstellt:
17. Oktober 2026, 19:04 Uhr

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