Tanznetz-Kritikerumfrage

Der Stuttgarter Ballettsolist Henrik Erikson ist Tänzer des Jahres

Henrik Erikson, Erster Solist des Stuttgarter Balletts, wurde in der Kritikerumfrage des Internetportals Tanznetz ausgezeichnet. Vor allem in einer Rolle fiel er auf.

Tänzer im Höhenflug: Henrik Erikson hatte als Opfer in Glen Tetleys „Sacre“ in der vergangenen Ballettsaison einen großen Auftritt in Stuttgart.

© Stuttgarter Ballett

Tänzer im Höhenflug: Henrik Erikson hatte als Opfer in Glen Tetleys „Sacre“ in der vergangenen Ballettsaison einen großen Auftritt in Stuttgart.

Von Andrea Kachelrieß

Henrik Erikson, in Hongkong geborener und in der Schweiz aufgewachsener Tänzer mit schwedischem Pass, ist ein internationales Umfeld gewohnt.  Insofern dürfte sich der Erste Solist des Stuttgarter Balletts richtig wohl fühlen in dem Kontext, in dem er aktuell in der „Tanznetz“-Kritikerumfrage sehr prominent online auftreten darf.

Neben der Koreanerin Jin Lee, dem Brasilianer David Soares und der Amerikanerin Madison Young ist der Stuttgarter Solist einer von vier Tänzern des Jahres, die in der Saison 2025/26 die größte Aufmerksamkeit in der Umfrage des deutschsprachigen Internetportals für Tanz erfahren haben. Die freie Szene in München sowie die Staatsballette in Berlin und Wien sind die Arbeitsorte der als Tänzerinnen und Tänzer des Jahres Ausgezeichneten.

In der Bilderleiste, die diese Kategorie der Umfrage schmückt, thront Henrik Erikson als Opfer in Glen Tetleys „Sacre“ über den Ergebnissen. Ein Auftritt, der auch beim Kritiker Horst Vollmer Eindruck hinterlassen hat. Warum seine Wahl auf Henrik Erikson fiel, begründete er so: „Grandios in Béjarts ,Lieder eines fahrenden Gesellen‘ im vergangenen Jahr, jetzt bezwingend in Tetleys ,Sacre‘ (im, nebenbei, schönsten Ballettabend der Saison). Und dabei ist er nur einer von bemerkenswert vielen Top-Interpreten (aller Geschlechter) des Ensembles. Glückliches Stuttgart!“ Der Glückwunsch geht auch an Henrik Erikson, der 2018 nach der Ausbildung an der John-Cranko-Schule als Eleve beim Stuttgarter Ballett einstieg. Seit 2024 tanzt er an der Spitze der Kompanie und spielte im Kinofilm „Cranko“ den dänischen Ballettstar Egon Madsen.

Wer sich durch die langen Listen von Gewinnern und Favoriten in den sechs ausgeschriebenen Kategorien (Choreograf/in, Tänzer/in, Kompanie, Choreografie, Theater, Persönlichkeit hinter der Bühne) klickt, bekommt einen schönen Eindruck von der tänzerischen Vielfalt auf deutschsprachigen und europäischen Bühnen. Tanzmainz als Ensemble, das choreografisches Talent fördert wie das von Rafaële Giovanola, der deutschen Tanzpreis-Trägerin 2027, ist Kompanie des Jahres.

Ceren Oran, die in München lebt und arbeitet, hat den Sprung zur Choreografin des Jahres geschafft. Das beste Tanzstück ist „Bare“ von Lucas Valente und fürs Ballett Zürich entstanden. Die Bühne des Jahres ist das Festspielhaus in Hellerau. Sehr lang ist die Liste der auffallenden Persönlichkeiten hinter den Kulissen - hier zaubern von Hamburg bis Wien tolle Menschen, die durch ihr Engagement die Tanzkunst davor erst möglich machen.

Spitzenleistung: Henrik Erikson mit dem Stuttgarter Ensemble in „Sacre“

© Stuttgarter Ballett

Spitzenleistung: Henrik Erikson mit dem Stuttgarter Ensemble in „Sacre“

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Erstellt:
8. September 2026, 15:50 Uhr

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