Finanzbranche

Deutsche Börse steigt bei Kryptoplattform Kraken ein

Deutschlands größter Börsenbetreiber kauft sich mit 200 Millionen Dollar bei der Kryptohandelsplattform Kraken ein. Damit will die Deutsche Börse tiefer in das Geschäft mit Bitcoin und Co. eindringen.

Die Deutsche Börse erwirbt für 200 Millionen Dollar eine Beteiligung an der Kryptoplattform Kraken (Archivbild)

© Frank Rumpenhorst/dpa

Die Deutsche Börse erwirbt für 200 Millionen Dollar eine Beteiligung an der Kryptoplattform Kraken (Archivbild)

Von dpa

Eschborn - Die Deutsche Börse will vom Krypto-Boom profitieren und steigt mit einem 200-Millionen-Dollar-Deal bei der US-Handelsplattform Kraken ein. Deutschlands größter Börsenbetreiber kauft für die Summe (umrechnet rund 169 Mio. Euro) einen Anteil von 1,5 Prozent an der Kraken-Muttergesellschaft Payward, wie der Dax-Konzern in Eschborn mitteilte. Mit dem Schritt vertieft die Deutsche Börse eine im Dezember 2025 verkündete strategische Partnerschaft. 

Kraken gehört zu den bekanntesten Plattformen, wo Nutzer etwa Bitcoin und viele weitere Kryptowährungen handeln können. Die beiden Unternehmen wollten ihre Kompetenzen nutzen, um eine Brücke zwischen den traditionellen Finanzmärkten und dem Ökosystem für digitale Vermögenswerte zu schlagen, hieß es. Die Partnerschaft umfasst aber nicht nur den Handel von Kryptowährungen, sondern etwa auch die Verwahrung und Abwicklung. 

Krypto immer wichtiger für klassische Finanzwelt

Ziel sei es, verbesserte Produkte und Dienstleistungen zu erschließen, die einen effizienten Zugang zu beiden Systemen ermöglichen und Großinvestoren ganzheitliche Lösungen bieten, so die Deutsche Börse. Der Abschluss wird noch für das zweite Quartal erwartet und stehe noch unter dem Vorbehalt von behördlichen Genehmigungen.

Kryptowährungen, darunter Bitcoins als bekannteste Form, haben in den vergangenen Jahren immens an Bedeutung gewonnen. Der Schritt der Deutschen Börse zeigt, dass sie immer tiefer auch in der klassischen Finanzwelt ankommen.

Für den Dax-Konzern ist es der nächste Deal, mit dem die Deutsche Börse unabhängiger von Schwankungen an den Aktienmärkten werden will. Erst Mitte Februar verkündete der Konzern, dass er den Daten- und Indexanbieter ISS Stoxx für 1,1 Milliarden Euro komplett übernimmt. Zudem will die Deutsche Börse die Fondsplattform Allfunds für rund 5,3 Milliarden Euro kaufen, um sein Fondsgeschäft zu erweitern. Es wäre die größte Übernahme in der Geschichte des Unternehmens.

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Erstellt:
14. April 2026, 17:00 Uhr

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