Künstliche Intelligenz

Deutsche KI-Hoffnung DeepL streicht jede vierte Stelle

Das Kölner KI-Startup DeepL hat sich bislang im Wettbewerb mit den großen US-Konzernen gut behaupten können. Doch nun baut der Übersetzungsspezialist ein Viertel der Belegschaft ab.

Die deutsche KI-Hoffnung DeepL streicht ein Viertel der Stellen. (Archivbild)

© Christoph Dernbach/dpa

Die deutsche KI-Hoffnung DeepL streicht ein Viertel der Stellen. (Archivbild)

Von dpa

Köln - Das Kölner KI-Startup DeepL streicht jede vierte Stelle im Unternehmen. "Heute reduzieren wir die Gesamtbelegschaft von DeepL um etwa 250 Stellen", schrieb der CEO und Gründer des Unternehmens, Jaroslaw Kutylowski, auf LinkedIn. Zuerst hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" über den Stellenabbau bei der deutschen KI-Hoffnung berichtet.

In der deutschen KI-Szene galt DeepL mit seinen qualitativ hochwertigen Übersetzungsdiensten bislang als Vorzeigeunternehmen, das sich im Wettbewerb mit amerikanischen Tech-Giganten wie Microsoft, Google und OpenAI behaupten kann. Das 2017 gegründete Startup hat sich mit einer Bewertung von rund zwei Milliarden Dollar zeitweilig zum höchstbewerteten reinen KI-Unternehmen aus Deutschland entwickelt - schreibt aber weiterhin rote Zahlen. 

Um effektiv mit KI zu arbeiten, seien kleinere, wirkungsvollere Teams mit einem schärferen Fokus und klareren Zuständigkeiten erforderlich, schrieb Kutylowski. "Das bedeutet weniger Hierarchieebenen, schnellere Entscheidungen und deutlich weniger Zeitaufwand für das Hin und Her, das große Teams ausbremst. Die Unternehmen, die dies als Erste erreichen, werden in einem völlig anderen Tempo agieren – unerreichbar für diejenigen, die nicht mitgezogen sind."

In der Praxis bedeute dies, die Arbeitsweise von DeepL von innen heraus zu transformieren, wobei KI in jede Ebene der Betriebsabläufe eingebettet werde. "Wir stellen auf kleinere, eigenverantwortliche Teams um, in denen KI die Routineaufgaben übernimmt, sodass sich die Mitarbeiter auf das konzentrieren können, was nur Menschen leisten können – wie zum Beispiel unsere Intuition zu nutzen, neue kreative Ideen zu entwickeln und Projekte von Anfang bis Ende zu begleiten", schrieb Kutylowski.

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Erstellt:
7. Mai 2026, 15:56 Uhr

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