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Downhillstrecke für Eier und basteln to go

Die Naturparkführer haben entlang der Murrhardter Trimm-dich-Strecke einen Osterhasenpfad eingerichtet. Für kleine und große Besucher gibt es Mitmachaktionen von Spielen über Kreativangebote bis hin zur Möglichkeit, Gedichte und Geschichten zu erkunden.

Das Ostergärtlein mit Hasenpaar und launiger Deko hat Besuch von der Schwäbischen Waldfee Leonie Treml bekommen. Fotos: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Das Ostergärtlein mit Hasenpaar und launiger Deko hat Besuch von der Schwäbischen Waldfee Leonie Treml bekommen. Fotos: J. Fiedler

Von Christine Schick

MURRHARDT. Für Familien, Partner und Einzelne ist es eine der wenigen verbliebenen Möglichkeiten in Zeiten der Pandemie: raus in die Natur, eine Wanderung oder einen Spaziergang im Wald beziehungsweise entlang offenerer Landschaften machen. Dieser Bereich gehört für Walter Hieber und Manfred Krautter qua Amtes als Naturparkführer zu ihrem Spezialgebiet. „Wir haben einfach überlegt, was könnte man für die Leute tun, was bietet sich an?“, sagt Hieber. Da sie mit dem Weihnachtswald in Welzheim (wir berichteten) vor rund einem Vierteljahr gute Erfahrungen gemacht und viele positive Rückmeldungen erhalten haben, haben sie an diese Grundidee angeknüpft, die Stadtverwaltung Murrhardt mit ins Boot geholt und einen Osterhasenpfad entlang der Trimm-dich-Strecke konzipiert. Wichtig für sie und die Stadt ist, dass sich die Besucher an die Coronaregeln halten. Bei den Angeboten haben sich die Naturparkführer aber auch Gedanken gemacht, um sie coronakonform zu gestalten.

Der Einstieg in die Strecke befindet sich am Parkplatz nahe des Stadions im Trauzenbachtal in der Rudi-Gehring-Straße. Dort informiert ein Banner die Besucher über den Pfad. Kleine rote Hasen aus Holz weisen ab dort den Weg. „Man muss immer der Nase des Häschens nach“, sagt Manfred Krautter. Begrüßt von einem stattlichen Mümmelmann beim Wassertretbecken geht es weiter durch den Wald. Entlang des Wegs finden sich dann die Mitmachstationen. Ideen dazu haben sich aus der Landschaft und der Strecke selbst ergeben, erzählen die beiden. Beispielsweise können sich die kleinen und großen Besucher im Eierlauf üben, eine Downhillstrecke für Eier nutzen und erweitern. Für Letztere dienen einfach Baumrinden, die sich in der Natur finden, erläutert Walter Hieber. Auch ein Spiel, bei dem das Tragen von Osterwasser eine Rolle spielt, gehört zum Pfad. Als weiteres Element finden sich Ostergedichte und kurze Ostergeschichten am Weg. Ein paar wenige Holzelemente dienen als Plätze, die man für eine coronakonforme Vorleserunde nutzen kann.

Besucher dürfen im Ostergärtlein ihre persönlichen Akzente setzen.

Neben weiteren Spielen gibt es auch ein Angebot, das die beiden Naturparkführer mit den Stichworten „basteln to go“ beschreiben. Das Vorbild hängt am Pfosten einer Trimm-dich-Station: ein Ast, dessen Gabel die Ohren des Holzhasen bildet. Um den kleinen Kerl als solchen zu gestalten, gilt es, die Löffel schnitzend herauszuarbeiten. Außerdem haben Hieber und Krautter Bast und Augen für die individuellen Holzhoppler, die sich zu Hause basteln lassen, bereitgelegt.

Schon jetzt ein Hingucker ist das Ostergärtlein als besondere Station. Die Naturparkführer haben das Waldstück am Hang mit Moos und kleineren Bäumen etwas entfernt von der Hauptstrecke genutzt, um dort die Vorhut zu platzieren: ein Hasenpaar, eine Lämmergruppe, gebastelte Hennen und Holzblumen als Repräsentanten. „Die Besucher sind dazu aufgerufen, auch selbst Deko- und Osterschmuck mitzubringen und mitzugestalten“, sagt Walter Hieber. Die Idee ist, sich anregen zu lassen, zu schauen und vielleicht sogar bei einem zweiten Besuch noch etwas Passendes zu integrieren. Bekanntlich sind die Geschmäcker verschieden und Walter Hieber sagt, auch „Kitsch ist erlaubt“, genauso wie kontrastierende Elemente. Beispielsweise hatte er selbst einen Spongebob (Meeresschwamm der gleichnamigen Zeichentrickserie) beigesteuert, der allerdings verschwunden ist. Das Ostergärtlein steht auf jeden Fall für den einen oder anderen postmodernen Akzent bereit. Wer die rund 2,5 Kilometer lange Strecke abarbeitet, hat auch die Chance, eine kleine süße Osterüberraschung zu ergattern. Zurück am Ausgangspunkt können die Besucher eine Osterkarte ausfüllen, Rückmeldung geben und so an einer Verlosung teilnehmen, bei der mit dem entscheidenden Quäntchen Glück ein kleines Dankeschön-Geschenk winkt. Der Briefkasten zum Einwerfen befindet sich ebenfalls beim Parkplatz am Stadion.

Immer der Hasennase nach: Naturparkparkführer Manfred Krautter zeigt, wie die Wegweiser des Pfads aussehen.

© Jörg Fiedler

Immer der Hasennase nach: Naturparkparkführer Manfred Krautter zeigt, wie die Wegweiser des Pfads aussehen.

Naturparkführer Walter Hieber (links) und Bürgermeister Armin Mößner mit einem fröhlichen Repräsentanten des Pfads.

© Jörg Fiedler

Naturparkführer Walter Hieber (links) und Bürgermeister Armin Mößner mit einem fröhlichen Repräsentanten des Pfads.

Angebote in Murrhardt und Umgebung rund um Ostern: Von Hasen und Kirchenmäusen

Der Osterhasenpfad in Murrhardt ist vom heutigen Gründonnerstag, 1. April, bis Sonntag, 11. April, ausstaffiert und begehbar. Start- und Zielpunkt ist am Parkplatz beim Murrhardter Stadion an der RudiGehring-Straße. Das Ostergärtlein lädt die Besucher dazu ein, es mit mitgebrachtem Osterschmuck, kleinen Tierfiguren und Naturmaterialien mitzugestalten. Am Ende des Pfads können die Teilnehmer ein Grußkärtchen für den Osterhasen hinterlassen und es in den Briefkasten werfen. Wer einen Gruß schreibt oder malt und Glück hat, kann vielleicht ein kleines Dankeschön-Geschenk ergattern. Gezogen werden die Gewinner nach den Osterferien. Für das Schreiben oder Bemalen der Grußkarte bitte einen Stift mitbringen, so die Veranstalter.

Ein kulturelles Osterei erwartet die Besucher ebenfalls in Murrhardt, wo am Karfreitag und an beiden Osterfeiertagen von 10 bis 17 Uhr der Ölberg an der Walterichskirche besichtigt werden kann. Das Passionsgeschehen findet dort Ausdruck in einer geschnitzten Ölbergszene, die an der Außenwand der Kirche das Augenmerk auf sich zieht. Die Murrhardter Stadtkirche und die Walterichskirche sind täglich geöffnet. Die Walterichskapelle bleibt geschlossen. Für die Ölbergbesichtigung wird eine Einbahnregelung um die Walterichskirche eingerichtet. Dort wie in den Kirchen ist das Tragen einer medizinischen Maske verpflichtend, ebenso das Einhalten eines Mindestabstands von 1,50 Metern.

In Weissach im Tal bekommt der gute alte Osterhase Verstärkung. Dort übernehmen nämlich Kirchenmäuse die Regie: Denn ein Ostern ohne Kinderkreuzweg ist für das Kinderkirchenteam „Die Kirchenmäuse“ schlichtweg unvorstellbar. Seit 2014 organisiert das Team der katholischen Seelsorgeeinheit Weissacher Tal an Karfreitag einen Kreuzweg für Kinder, der coronabedingt dieses Jahr ausfällt. So beschlossen die Kirchenmäuse kurzerhand, den Kreuzweg nach draußen zu verlegen. Es entstand die Idee vom Weissacher Osterwald mit acht Stationen, die Jesu Leidensweg bis zu seiner Auferstehung beschreiben. Neben Bibelgeschichten, kindgerechten Bildern und Gebeten gibt es an jeder Station allerlei Mitmachaktionen und spannende Rätsel für schlaue Mäuse. Der Osterwald kann bis zum 11. April hinterm Parkplatz der Seeguthalle in Weissach im Tal-Cottenweiler besucht werden. Nähere Informationen im Internet auf der Homepage www.kswt.de.

Auch der Gschwender Osterweg bietet noch bis zum 11. April Gelegenheit, draußen in der Natur an zwölf Stationen die Passion Christi und die Ostergeschichte auf eine etwas andere Art nachzuvollziehen. Texte und Lieder laden zum Verweilen und Nachdenken ein. Der Osterweg startet am Wanderparkplatz zwischen Gschwend und Rotenhar, von Gschwend kommend im Wald auf der linken Seite. Nähere Informationen im Netz unter www.gschwend.de.

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Erstellt:
1. April 2021, 06:00 Uhr

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