FC Bayern Frauen

Drei Punkte, ein Wunsch: Bühl fordert mehr Konstanz

Klara Bühl erlöst den FC Bayern und sorgt dafür, dass die Münchnerinnen mit nur einem Wunsch aus Lissabon zurückreisen: mehr Konstanz.

Von Jörn Kehle

„Erlöserin“ Klara Bühl stieg trotz der bestandenen Bewährungsprobe gegen Benfica nicht ganz wunschlos glücklich in den Flieger. Im Gepäck hatte die Angreiferin des FC Bayern bei der Rückreise aus Portugal neben den ersten drei Punkten in der Champions-League-Ligaphase auch mahnende Worte für ihre Mitspielerinnen.

Beim wichtigen 3:0 (0:0) bei Benfica Lissabon hätten die Münchnerinnen in der zweiten Halbzeit zwar „gut“ gespielt, doch das „große Ziel“ sei nun auf jeden Fall, „dass wir das über 90 Minuten schaffen“, forderte Bühl im ZDF. In den kommenden Duellen mit Real Madrid, Paris Saint-Germain und dem FC Barcelona brauche es vor allem eines: „Konstanz, definitiv.“

Denn das, was die Bayern im Estádio da Luz vor dem Seitenwechsel auf den Rasen gebracht hatten, gefiel den Verantwortlichen gar nicht. Zumal der deutsche Double-Gewinner drei Tage zuvor im DFB-Pokal beim Zweitligisten Borussia Mönchengladbach (2:1) bereits gehörig ins Straucheln geraten war. Eine „ganze Menge“ fehle da, schimpfte Sportdirektorin Bianca Rech in der Pause in Lissabon: „Das ist eindeutig zu wenig. Punkt.“

Die Bayern taten sich schwer, fanden keine Lösungen, brachten kaum etwas zustande. Erst ein Dreierpack binnen 14 Minuten, den Bühl (74.) mit ihrem „Dosenöffner“ einleitete, erlöste die Münchnerinnen spät - Pernille Harder (80.) und Franziska Kett (88.) legten nach. „Wir mussten alle Körner reinlegen“, sagte Bühl: „Ein 3:0 sieht echt sehr, sehr gut aus, aber da steckt viel Arbeit drin. Die drei Punkte nehmen wir sehr gerne.“

Nicht zuletzt, weil der mit großen Ambitionen in die Champions League gestartete FC Bayern am ersten Spieltag gegen das englische Topteam Manchester City (2:2) eine 2:0-Führung verspielt hatte. Am Ende, sagte Rech immerhin versöhnlich, zähle das Ergebnis: Für die Münchnerinnen, die in der Liga nicht immer an die Leistungsgrenze gehen müssen, seien dies die Spiele und Gegner, „mit denen wir uns messen müssen“.

Im besten Fall mit Konstanz über 90 Minuten.

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Erstellt:
1. Oktober 2026, 14:52 Uhr

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