Brandkatastrophe in der Schweiz

Drei Verletzte zur Behandlung in Stuttgart und Tübingen

Beim Brand in Crans-Montana sind rund 40 Menschen gestorben und 115 teils schwerst verletzt worden. Ob Opfer aus Baden-Württemberg darunter sind, ist noch unklar.

Menschen legen in der Nähe der ausgebrannten Bar Blumen ab.

© Antonio Calanni/AP/dpa

Menschen legen in der Nähe der ausgebrannten Bar Blumen ab.

Von Jürgen Bock und Regine Warth

Das verheerende Feuer in einer Bar in Crans-Montana erschüttert nicht nur die Schweiz. Dort waren bei einer Silvesterfeier rund 40 Menschen ums Leben gekommen, etwa 115 wurden teils schwerst verletzt. Das hat Auswirkungen auch auf das benachbarte Baden-Württemberg und den Großraum Stuttgart.

Ob sich unter den Todesopfern und Verletzten Menschen aus dem Land befinden, konnte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag noch nicht mit letzter Gewissheit sagen. „Bisher sind uns keine Fälle bekannt“, sagte er unserer Zeitung. Das müsse aber noch nicht das letzte Wort sein. Bisher seien die Behörden in der Schweiz noch sehr zurückhaltend mit Informationen.

Laut Innenministerium hat das Nachbarland aber offenbar ein Hilfeersuchen an die EU gerichtet – und zwar, was die Unterstützung bei der Behandlung der zahlreichen Verletzten betrifft. Die werden auch zu auf Brandopfer spezialisierte Kliniken im Ausland geflogen.

In Baden-Württemberg werden derzeit drei der Schwerverletzten behandelt. Ein Patient liegt im Stuttgarter Marienhospital, zwei weitere befinden sich in der BG-Klinik in Tübingen. „Aufgrund der besonderen Expertise in der Schwerbrandverletztenversorgung wurde die BG-Klinik Tübingen in den internationalen Hilfseinsatz eingebunden“, heißt es dort. Beide Krankenhäuser machen aus Gründen des Datenschutzes und des Schutzes der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen bisher keine weiteren Angaben zum Gesundheitszustand der Patienten.

Weitere Hilfen hat die Schweiz derzeit offenbar nicht angefordert. Ein Sprecher des Landesverbandes Baden-Württemberg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) teilt auf Anfrage mit, in Crans-Montana seien keine deutschen DRK-Helfer im Einsatz.

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Erstellt:
2. Januar 2026, 15:00 Uhr
Aktualisiert:
2. Januar 2026, 15:08 Uhr

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