Ukraine-Krieg

Drohnenangriff auf zwei Schiffe vor der bulgarischen Küste

Vor der bulgarischen Küste im Schwarzen Meer werden erneut Schiffe von Drohnen getroffen, ein Schiff sinkt. Was bisher bekannt ist.

Ein ukrainischer Soldat an der Front in der Region Saporischschja mit einer Drohne in der Hand. Drohnen sind sowohl für Russland als auch für die Ukraine wichtige Hilfsmittel im Kampf.

© Andriy Andriyenko/dpa

Ein ukrainischer Soldat an der Front in der Region Saporischschja mit einer Drohne in der Hand. Drohnen sind sowohl für Russland als auch für die Ukraine wichtige Hilfsmittel im Kampf.

Von Ole Rockrohr

Verschiedenen Medienberichten zufolge hat es erneut einen Drohnenangriff auf zwei Schiffe im Schwarzen Meer vor der bulgarischen Küste gegeben. Um 01.30 Uhr in der Nacht zu Dienstag (13. Oktober) sei ein erstes Signal „über ein in Seenot geratenes Schiff empfangen worden“, schrieb Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew in einem Beitrag auf Facebook. Die Besatzung konnte demnach gerettet werden. Radews Angaben zufolge sei das unter maltesischer Flagge fahrende und der Ukraine gehörende Schiff „von drei Drohnen aus der Luft“ getroffen worden.

Auch ein zweites Schiff soll laut Radew getroffen worden und anschließend gesunken sein. Ein Besatzungsmitglied sei gerettet worden. Der Regierungschef kündigte an, angesichts dieses „inakzeptablen Vorfalls“ die russische Botschafterin einbestellen zu wollen. Auch die Nato sei informiert worden.

Erst in der vergangenen Woche waren bei einem Drohnenangriff vor der bulgarischen Küste zwei Handelsschiffe getroffen worden. Dabei war eines der Schiffe gesunken, die gesamte Besatzung gilt als vermisst. Auf dem zweiten Schiff war nach Angaben der bulgarischen Behörden ein Feuer ausgebrochen, die 18-köpfige Crew konnte jedoch in Sicherheit gebracht werden.

Steckt Russland hinter dem Drohnenangriff?

Radew verurteilte den Drohnenangriff als „eklatanten Verstoß gegen das Seerecht und allgemein gegen die Regeln der Schifffahrt“. Die bulgarischen Behörden konnten nach eigenen Angaben aber zunächst nicht herausfinden, wer die Drohnen abgefeuert hatte.

Infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ist das Schwarze Meer immer wieder Schauplatz von Drohnenvorfällen. Laut der türkischen Handelskammer für Seefahrt (IMEAK) wurden seit Beginn des Krieges vor mehr als viereinhalb Jahren fast 230 zivile und Handelsschiffe im Schwarzen Meer angegriffen, der Großteil davon in diesem Jahr.

Der Angriff fällt in eine Zeit, in der die Hoffnung aufkam, die Lage könnte sich beruhigen. Am Sonntag erst verkündete Trump auf seiner Internetplattform, Russland und die Ukraine hätten sich mit „sofortiger Wirkung“  auf eine „Energie-Waffenruhe“ geeinigt.

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Erstellt:
13. Oktober 2026, 10:52 Uhr

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