Trotz Auftragsboom

DroneShield-Aktie um 15 % gefallen seit Wochenbeginn

Die DroneShield-Aktie hat in den letzten Tagen deutlich an Wert verloren. Trotz beeindruckender Geschäftszahlen für das Jahr 2025 reagierten Anleger skeptisch. Doch was steckt dahinter?

Die DroneShield-Aktie verliert 15 Prozent seit Wochenbeginn. Erfahren Sie, warum die Aktie trotz starker Geschäftszahlen unter Druck geraten ist.

© Droneshield

Die DroneShield-Aktie verliert 15 Prozent seit Wochenbeginn. Erfahren Sie, warum die Aktie trotz starker Geschäftszahlen unter Druck geraten ist.

Von Matthias Kemter

Zur Mitte der Woche notiert die DroneShield-Aktie mit knapp 2,26 Euro, etwa 40 Cent tiefer als in der Vorwoche. Der australische Drohnenabwehr-Spezialist präsentierte kürzlich seine Jahresbilanz, die zwar starke Umsatzsteigerungen zeigte, jedoch auch Schwächen offenbarte, die den Aktienkurs belasten.

Umsatzboom und starke Kennzahlen

DroneShield konnte im Jahr 2025 einen beeindruckenden Umsatzsprung verzeichnen. Die Einnahmen stiegen um satte 277 Prozent auf 216,5 Millionen AUD, während die Zahlungseingänge um 256 Prozent auf 201,6 Millionen AUD zulegten. Auch der Bereich Software-as-a-Service (SaaS) zeigte ein starkes Wachstum, mit einem Anstieg der Einnahmen um 475 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen unterstreichen die operative Stärke des Unternehmens und seine Fähigkeit, in Forschung und Entwicklung zu investieren, ohne die finanzielle Stabilität zu gefährden.

Schrumpfende Sales-Pipeline sorgt für Unsicherheit

Trotz dieser positiven Entwicklungen geriet die Aktie unter Druck, da die Sales-Pipeline (Topf an möglichem Umsatz durch potenzielle Aufträge) des Unternehmens im Vergleich zu Oktober 2025 geschrumpft ist. Während sie damals noch einen Wert von 2,5 Milliarden AUD hatte, liegt sie aktuell bei 2,09 Milliarden AUD. DroneShield begründet diesen Rückgang mit der Streichung von Großprojekten in frühen Entwicklungsstadien sowie mit Wechselkursveränderungen. Diese Verkleinerung der Pipeline hat bei Anlegern Zweifel an der zukünftigen Wachstumsdynamik des Unternehmens geweckt.

Gewinnmitnahmen und kurzfristige Belastungen

Zusätzlich zu den Pipeline-Sorgen könnten auch Gewinnmitnahmen eine Rolle beim Kursrückgang gespielt haben. Die Aktie hatte in den letzten zwölf Monaten eine beeindruckende Rallye hingelegt, mit einem Anstieg von über 538 Prozent. Solche Kursgewinne sorgen für Volatilität und laden zu Verkäufen ein, insbesondere nach der Veröffentlichung von Quartalszahlen.

Ausblick bleibt positiv

Trotz der aktuellen Kursverluste bleibt der langfristige Ausblick für DroneShield optimistisch. Das Unternehmen plant, seine Produktionskapazitäten bis Ende 2026 massiv auszubauen und mittelfristig die Sales-Pipeline auf 5 Milliarden AUD zu verdoppeln. Zudem soll der Bereich KI-Software als SaaS-Modell weiterentwickelt werden, was zusätzliche Wachstumschancen bietet.

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Erstellt:
28. Januar 2026, 15:30 Uhr

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