Mannheim

Flugunfähiger Schwan eingefangen – Stadt warnt vor falschem Füttern

Kein Brot für Schwäne! Dazu ruft nun die Stadt Mannheim auf. Denn ein Tier muss bereits die Folgen tragen.

Falsches Futter sei die Ursache für die sogenannte Kippflügelkrankheit des nun eingefangenen Schwans (Symbolbild).

© IMAGO/Gottfried Czepluch

Falsches Futter sei die Ursache für die sogenannte Kippflügelkrankheit des nun eingefangenen Schwans (Symbolbild).

Von red/dpa/lsw

Die Stadt Mannheim hat an einem See einen flugunfähigen Schwan eingefangen, der nun in einer Auffangstation untergebracht werden soll. Zugleich bat die Stadt, Wildvögel nicht zu füttern, um ähnliche Einschränkungen bei anderen Tieren zu verhindern.

 „Menschen haben es wahrscheinlich nur lieb gemeint, das Ergebnis ist eine unnötige Tierquälerei. Gänse, Enten und Schwäne brauchen nichts weiter als Gras und Wasserpflanzen, vielleicht mal eine Schnecke oder ein Krebstierchen“, sagt der Wildtierbeauftragte der Stadt Mannheim Sven Heußner. Brot und Getreide machten die Tiere krank.

Eigene Eltern sind Gefahr für krankes Tier

Denn falsches Futter ist nach Angaben der Stadt Ursache für die sogenannte Kippflügelkrankheit des nun eingefangenen Schwans. Sie entsteht bei heranwachsenden Jungtieren. Sein linker Flügel ist stark verformt. Das ist nicht heilbar und der Schwan wird nie fliegen können. 

Deshalb kann er nicht wie seine Geschwister das Revier seiner Schwaneneltern am See verlassen - die Eltern aber beanspruchen den See für sich und wollen ihren eigenen Nachwuchs vertreiben. Zu seinem Schutz soll der gehandicapte Schwan nun in einer Auffangstation mit anderen Schwänen leben.

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Erstellt:
25. März 2026, 15:08 Uhr

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