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HCOB fängt sich Fünf-Tore-Rückstand ein

Die Handballer des Drittligisten HC Oppenweiler/Backnang befinden sich nach dem 31:36 im Final-Hinspiel in Hagen im Zwiespalt. Der Aufstieg in die zweite Liga ist nicht einfacher geworden, mit einem starken Heimauftritt aber vielleicht doch noch möglich.

Nach dem Hinspiel rennt Marcel Lenz im Aufstiegskampf mit dem HCOB einem klaren Rückstand hinterher. Allerdings hofft der Drittligist aus dem Murrtal, die fünf Tore mit einer Ausnahmeleistung in eigener Halle am kommenden Samstag doch noch wettmachen zu können. Foto: A. Hornauer

© Alexander Hornauer

Nach dem Hinspiel rennt Marcel Lenz im Aufstiegskampf mit dem HCOB einem klaren Rückstand hinterher. Allerdings hofft der Drittligist aus dem Murrtal, die fünf Tore mit einer Ausnahmeleistung in eigener Halle am kommenden Samstag doch noch wettmachen zu können. Foto: A. Hornauer

Von Alexander Hornauer

Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang liegen nach einem mitreißenden ersten Spiel in der Finalrunde um den Aufstieg zur zweiten Bundesliga mit fünf Toren im Hintertreffen. Sie haben beim Favoriten VfL Eintracht Hagen mit 31:36 verloren, trotz einer starken kämpferischen Leistung. Das zeigt, wie schwer es wird, die Partie im Rückspiel am kommenden Samstag zu drehen. Im Umkehrschluss wissen die Murrtaler aber: mit einer fantastischen Heimspielleistung ist noch vieles möglich.

HCOB-Coach Matthias Heineke urteilte nach dem Spiel: „Hagen hätte sich vermutlich ein, zwei Tore Vorsprung mehr gewünscht. Wir hätten es gerne ein, zwei Tore knapper gestaltet.“ Sein Team hatte die Gelegenheit dazu, kassierte gegen die geballte Durchsetzungskraft der Eintracht übers ganze Spiel hinweg gesehen aber zu viele Gegentreffer. Offensiv überzeugten die Murrtaler, sie warfen als erstes Team in der Aufstiegsrunde über 30 Treffer gegen den Ex-Zweitligisten, noch dazu in dessen Halle.

Beide Mannschaften gaben vom Anpfiff weg Vollgas. In den ersten Minuten legte die Eintracht vor. Vor allem Tim Stefan fand große Lücken in der Deckung der Gäste. Die taten sich ihrerseits im Positionsangriff zunächst schwer, trafen aber durch Konter und Siebenmeter. Auch bei Abprallern war der HCOB geistesgegenwärtig. Und Torwart Jürgen Müller hatte einige Paraden. Nach 12 Minuten war der Anfangsrückstand ausgeglichen, Marcel Lenz traf von der Strafwurflinie zum 7:7.

Allerdings machten die Murrtaler aus einem Überzahlspiel zu wenig, verloren es gar mit 0:2, sie gerieten in einer Phase, die von technischen Fehlern geprägt war, erneut ins Hintertreffen, 10:14 nach 22 Minuten. Coach Heineke bat zur Auszeit. Die fruchtete. Mit viel Moral arbeiteten sich die Gäste wieder heran. Timm Buck mit einem ansatzlosen Wurf aus der zweiten Reihe, Philipp Maurer per Konter, dann traf Felix Raff zum 13:14-Anschlusstreffer. Eine Zeitstrafe gegen Tim Düren kam zur Unzeit, und die Eintracht nutzte die Überzahl geschickt. So hieß es zur Pause 17:14 für den Favoriten.

HCOB verliert das Hinspiel in Hagen
Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang haben heute Abend das Hinspiel um den Aufstieg in die 2. Bundesliga beim VfL Eintracht Hagen mit 31:36 verloren. Zur Pause lag der HCOB mit 14:17 zurück.

Nach dem Seitenwechsel machten die Westfalen weiter Druck. Klar: sie wollten einen hohen Vorsprung fürs Rückspiel herauswerfen. Für einige Minuten sah es danach aus, als könnte das gelingen. Die Eintracht verteidigte clever und geschickt, der aus Gummersbach gekommene Alexander Becker war dabei die zentrale Person. Die Mannschaft von Coach Stefan Neef nutzte Ballgewinne zielstrebig, setzte den treffsicheren Außenspieler Daniel Mestrum ein. Der Vorsprung wuchs auf vier und fünf Tore an.

Die Schwaben kamen in dieser Phase vornehmlich durch Siebenmetertore von Marcel Lenz zum Erfolg. Trotzdem hieß es nach einer Dreiviertelstunde 20:26 aus Sicht der Gäste. Die Partie stand auf der Kippe. Noch größer durfte der Rückstand aus Gästesicht keineswegs werden. Heineke setzte – wie schon vor einer Woche beim Sieg gegen Vinnhorst – auf den siebten Feldspieler. Und die Maßnahme brachte erneut den gewünschten Erfolg.

Der Angriff, der sich in den Minuten zuvor schwer getan hatte, fand zu mehr Sicherheit. Der HCOB spielte gute Chancen heraus, nutzte sie – und verkürzte bis zur 50. Minute auf 25:27. Und auch drei Minuten vor dem Ende, beim 29:32, hatte das Team aus dem Murrtal noch ein vielversprechendes Ergebnis auf der Anzeigentafel. Dann aber warf Hagen noch vier Tore, Oppenweiler/Backnang gelangen dagegen nur noch zwei – und so waren es am Ende doch fünf Tore Differenz.

Ärgerlich aus Sicht der Gäste, eine bessere Ausgangsposition hätte drin gelegen. Entschieden ist aber eben auch noch nichts, und deshalb sagte Matthias Heineke kämpferisch: „Jetzt fällt die Entscheidung nächste Woche in Oppenweiler, und das wollten wir heute.“ Die schwere Aufgabe ist sicher nicht einfacher geworden, zugleich gilt: ein Spiel, in dem alles klappt, dann kann der Traum vom Aufstieg noch Realität werden.

VfL Eintracht Hagen: Mahncke, Grzesinski – Bürgin, Becker (2), Pröhl (1), Schmidt (4/2), Renninger (3), Klein (2), Voss-Fels (3), Ridder (1), Gaubatz (3), Kister, Mestrum (6), Stefan (5), Toromanovic (6).

HC Oppenweiler/Backnang: Müller, Koppmeier – Lenz (10/6), Buck (3), Raff (2), Sigle (1), Wolf (4), Klein, Schöbinger (2), Prasolov, Strýc (4), Maurer (1), Düren (4), Csauth (n.e.), Frank (n.e), Bühler (n.e.).

Siebenmeter: 2/3 : 6/6 (Schmidt scheitert an Müller). – Zeitstrafen: 8:4 Minuten (Stefan/zweimal, Toromanovic, Gaubatz – Düren, Strýc). – Schiedsrichter: Hörath/Hofmann (Zirndorf/Bamberg).

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Erstellt:
7. Juni 2021, 06:00 Uhr

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