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Helfen Schneeketten bei Glatteis?

Physikalische Grenzen, die maximale Geschwindigkeit mit Schneeketten - und was beim Fahren unbedingt zu beachten ist.

Das Anlegen von Schneeketten ist kein Spaziergang.

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Das Anlegen von Schneeketten ist kein Spaziergang.

Von mic/red

Wenn die Straßen spiegelglatt sind, rutscht selbst das Herz in die Hose. Viele Autofahrer fragen sich dann: Habe ich die richtige Ausrüstung? Helfen meine Schneeketten auch bei reinem Glatteis, oder sind sie nur für tiefen Pulverschnee gedacht?

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Die kurze Antwort lautet: Ja, sie helfen – aber sie sind kein Wundermittel. Hier erfahren Sie, warum Ketten auf Eis funktionieren und wo die gefährlichen Grenzen liegen.

Schneeketten krallen sich ins Eis

Winterreifen funktionieren durch Lamellen, die sich in den Schnee krallen. Auf einer harten Eisplatte finden diese Gummilamellen jedoch kaum noch Halt. Hier kommt die Schneekette ins Spiel.

Da das gesamte Gewicht des Autos auf die schmalen Kettenglieder drückt, entsteht ein extrem hoher punktueller Druck. Dieser sorgt dafür, dass die Kettenglieder das Eis „aufbrechen“ oder sich zumindest leicht hineinkrallen können. Das Ergebnis:

  • Bessere Traktion: Sie kommen an Steigungen weiter, wo Reifen allein durchdrehen würden.
  • Mehr Spurtreue: Das Fahrzeug bricht weniger leicht seitlich aus.

Schneeketten, Spikes und ihre Grenzen

Obwohl Schneeketten auf Eis deutlich mehr Halt bieten als reine Gummireifen, sollten Sie sich nicht in falscher Sicherheit wiegen.

  • Der Bremsweg bleibt lang: Ketten verkürzen den Bremsweg auf Eis zwar im Vergleich zum reinen Reifen, aber er ist immer noch vielfach länger als auf Asphalt.
  • Keine Spikes: In Deutschland sind Spikes (Reifen mit Metallstiften) für Autos und Motorräder verboten – werden aber gerne von Fahrradkurieren und E-Bikern genutzt. Schneeketten sind dann die einzige legale „Waffe“ gegen Eis, kommen aber nicht an die Haftung echter Spikes heran.
  • Vorsicht bei „Flickenteppichen“: Ist die Straße nur stellenweise vereist, und dazwischen liegt freier Asphalt, leiden die Ketten und Ihre Reifen extrem. Hier gilt: Langsam fahren und abwägen.

Schneeketten in der Region Stuttgart?

Oft sind Schneeketten eine empfehlenswerte Hilfe unter harten Winterbedingungen:

  • Bei geschlossener Eisdecke: Wenn die Straße über längere Strecken komplett vereist ist (zum Beispiel durch gefrierenden Regen).
  • Am Berg: Besonders bei Steigungen oder Gefällen auf vereisten Passstraßen sind Ketten oft die einzige Möglichkeit, das Fahrzeug noch kontrolliert zu bewegen.
  • Bei starkem Schneefall erleichtern Ketten das Fahren ebenfalls erheblich.
  • Auch in eher milden Regionen wie Stuttgart und Umgebung können sich Schneeketten lohnen – spätestens für den nächsten Winterurlaub.

Schneeketten sind bei Glatteis eine wirksame Hilfe und ein Notanker im Kofferraum Sie machen aus einer Eisbahn jedoch keine griffige Rennstrecke. Fahren Sie auch mit Ketten auf Eis extrem vorsichtig, vermeiden Sie ruckartige Lenkbewegungen und denken Sie mit Schneeketten an die maximale Geschwindigkeit von 50 km/h.

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Erstellt:
27. Januar 2026, 16:34 Uhr

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