Hilfe für Menschen in einem vom Krieg geplagten Land

Die Sternsingerpartnerschaft der Seelsorgeeinheit Oberes Murrtal mit dem Sudan erbrachte mehr als 6000 Euro.

Auch in diesem Jahr haben die Sternsinger im oberen Murrtal bei ihren Hausbesuchen eine große Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft erfahren. Foto: privat

Auch in diesem Jahr haben die Sternsinger im oberen Murrtal bei ihren Hausbesuchen eine große Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft erfahren. Foto: privat

Murrhardt. Die Sternsingeraktion der Seelsorgeeinheit Oberes Murrtal (katholische Kirchengemeinden St. Maria in Murrhardt und St. Paulus in Sulzbach an der Murr), die vom 4. bis zum 6. Januar stattfand, hat ein Sammelergebnis von insgesamt 6169,11 Euro erbracht, davon 1395,80 Euro durch die Sternsinger von Sulzbach und 4773,31 Euro durch die Sternsinger von Murrhardt.

Die Sternsinger und ihre Gruppenleiter erlebten bei ihren Hausbesuchen eine große Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft, berichtet Martin Stierand. Und es gab durchaus auch spannende oder lustige Momente. Er erinnert sich etwa daran, dass ein Sternsinger nach dem anderen an der gleichen rutschigen Stelle in einer Kettenreaktion hingefallen ist – „denn die Sternsinger laufen ja in der Regel in der Gruppe hintereinander, der Sternträger vorneweg“.

Insgesamt waren sechs Sternsingergruppen unterwegs und besuchten etwa 85 Haushalte und auch Einrichtungen wie etwa das Begegnungscafé der Kirche vor Ort als Startpunkt und das Murrhardter Rathaus als Endpunkt ihrer Mission.

Seit Jahren unterstützen die Sternsinger der Seelsorgeeinheit Oberes Murrtal die Arbeit der Comboni-Missionare im Sudan (siehe Infotext). Die Comboni-Missionare haben ihren Sitz in Ellwangen, wo Pater Markus Körber die Leitung als Prokurator innehat. Sein lebendiger und ständiger Austausch mit den Comboni-Mitbrüdern, etwa Pater Hans Eigner in Bentiu im Südsudan, die unter schwierigsten Bedingungen den Menschen dort beistehen, ermöglicht zielgerichtete Hilfestellungen. Wo Hilfe dort nun am dringendsten und nötigsten gebraucht wird, dorthin werde das gesamte gesammelte Geld der Sternsingeraktion vom oberen Murrtal gehen. pm

Die Arbeit im Südsudan

Tätigkeit Die Comboni-Missionare sind weltweit, vor allem aber in Afrika tätig und haben an verschiedenen Orten auch immer wieder die Verantwortung für den Aufbau einer Diözese. Meist ist das in schwierigen und armen Gegenden.

Ort Der Bundesstaat Unity im Südsudan wurde als katholische Diözese mit Bentiu als Hauptstadt gegründet. Im Januar 2014 wurde die Stadt durch den Bürgerkrieg fast dem Erdboden gleichgemacht. Übrig geblieben sind eine kaputte Stadt und ein riesiges Flüchtlingslager. Die Diözese fängt eigentlich bei null an. Abgesehen von den sieben Pfarreien für eine große Anzahl von Katholiken gibt es keinerlei Strukturen für die Diözese. Alles muss über einen langen Zeitraum von Jahren aufgebaut werden.

Projekte Die Comboni-Missionare sind bemüht, Friedensarbeit in die Pastoral vor Ort einzubringen – vor allem über Bildung. Angefangen werden soll mit dem Bau einer Primarschule (inklusive guter Wasserversorgung) und Projekten mit Frauen (Bäckerei, Papyrusmatten flechten und Schneiderei).

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Erstellt:
20. Januar 2026, 06:00 Uhr

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