Gestiegene Preise

Ifo-Institut: Last durch Spritpreise nicht ungewöhnlich hoch

Der Iran-Konflikt hat die Preise für Diesel und Benzin zwischenzeitlich explodieren lassen. Für einen Liter Benzin musste ein Arbeitnehmer im April fünf Minuten arbeiten.

Die Spritpreise sind gestiegen.

© Christin Klose/dpa-tmn

Die Spritpreise sind gestiegen.

Von dpa

Die gestiegenen Preise für Benzin und Diesel belasten Arbeitnehmer nach Ansicht von Experten des Dresdner Ifo-Instituts nicht mehr als in vergangenen Jahren. Grund dafür sind die stetig gestiegenen Löhne, teilt das Institut mit.

Den Berechnungen zufolge musste ein durchschnittlicher Arbeitnehmer im April etwa fünf Minuten für einen Liter Benzin arbeiten. In den vergangenen 35 Jahren seien es demnach zwischen drei und sechs Minuten gewesen.

„Selbst bei Spritpreisen von 240 Cent pro Liter Super oder 250 Cent pro Liter Diesel liegt die benötigte Arbeitszeit meist unter den Werten der Jahre 2006 bis 2013“, sagt Joachim Ragnitz, stellvertretender Leiter der Ifo Niederlassung Dresden.

Die Preissteigerung belaste Haushalte mit geringeren Einkommen stärker, während der Tankrabatt der Bundesregierung geringe und hohe Einkommen gleichermaßen entlaste. Gleichzeitig zeigten Mobilitäts- und Steuerdaten, dass ein hoher Kraftstoffverbrauch zumeist mit einem hohen Einkommen einhergehe, heißt es.

Mit Beginn des Monats war der zweimonatige Tankrabatt der Bundesregierung in Kraft getreten, der eine Steuersenkung von rund 17 Cent vorsieht und die Preise für Benzin und Diesel deutlich günstiger machen sollte. Die Preise waren am 1. Mai zunächst stellenweise unter die Zwei-Euro-Marke gefallen, dann aber wieder angestiegen.

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Erstellt:
7. Mai 2026, 18:36 Uhr

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