Stuttgart belegt Platz drei der Großstädte

In keinem Bundesland hagelt es häufiger als in Baden-Württemberg

In keinem Bundesland gab es 2024 häufiger Hagelgewitter als in Baden-Württemberg. Auch in Stuttgart hagelte es oft. Der DWD-Meteorologe Peter Crouse erklärt, wieso.

In Kirchheim an der Teck fielen 2021 drei Zentimeter große Hagelkörner.

© Imago/vmd-images

In Kirchheim an der Teck fielen 2021 drei Zentimeter große Hagelkörner.

Von Philip Kearney

Die Zahl der Wetterextreme in Baden-Württemberg nimmt durch den Klimawandel immer weiter zu. Das gilt auch für Hagelgewitter, wie der Hagel-Atlas der Kfz-Versicherung Verti zeigt. Zwar gab es im vergangenen Jahr weniger Hagelstürme als im Rekordjahr 2023, dennoch sei über die vergangenen Jahre ein Anstieg zu verzeichnen.

In keinem Bundesland gab es dabei laut dem Hagel-Atlas mehr Hagelstürme als in Baden-Württemberg. Besonders oft hagelte es 2024 demnach im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb und auf der Oberrheinischen Tiefebene.

Hagelgewitter ziehen von der Alb nach Stuttgart

Der Stuttgarter Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes, Peter Crouse, erklärt, weshalb es in Baden-Württemberg häufiger hagelt als in anderen Bundesländern. „Hagelgewitter brauchen Wärme, um sich zu bilden.“ Und im Süden Deutschlands sei es im Schnitt deutlich wärmer als im Norden.

Von den vielen Hagelgewittern in Baden-Württemberg wird auch die Landeshauptstadt nicht verschont. Die Stadt Stuttgart belegt im Hagel-Atlas hinter Duisburg und Leipzig Platz drei der Großstädte, was das Verhältnis Schadenfälle durch Hagel zur Einwohnerzahl anbelangt. „Mit der Kessellage hat dies nichts zu tun“, erklärt Crouse. Vielmehr sei es so, dass sich die Hagelgewitter auf der Schwäbischen Alb oder im Schwarzwald bilden würden und dann nach Stuttgart ziehen. Das könnte schon bald wieder der Fall sein, denn die Hagelsaison 2025 hat Anfang Mai begonnen.

Kfz-Haftpflichtversicherung deckt Hagelschäden nicht ab

Hagelkörner führen oft zu Schäden an Autos wie Dellen, Beulen oder kaputten Glasscheiben. Um dies zu verhindern, wird empfohlen, sein Auto in den Sommermonaten unter einer Überdachung zu parken. Ist das nicht möglich, können auch Hagelschutzplanen oder Wolldecken zum Schutz verwendet werden.

Denn im Schadensfall haftet die Versicherung nicht immer. Unwetterschäden sind in der Regel nur bei Teilkasko- oder Vollkaskoversicherungen abgesichert. Versicherte, die lediglich eine Kfz-Haftpflichtversicherung haben, müssen Reparaturkosten für Schäden an ihrem Auto hingegen aus eigener Tasche zahlen.

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Erstellt:
6. Mai 2025, 12:56 Uhr

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