Iran-Konflikt

Iran stellt Öffnung der Straße von Hormus in Aussicht

Rund 20 Prozent des globalen Öltransports laufen durch die Straße von Hormus. Nun signalisiert Teheran Gesprächsbereitschaft zur Öffnung - knüpft dies aber an klare Bedingungen an die USA.

Iran signalisiert Bereitschaft, die Straße von Hormus wieder zu öffnen - unter Bedingungen.

© IMAGO/Fatemeh Bahrami

Iran signalisiert Bereitschaft, die Straße von Hormus wieder zu öffnen - unter Bedingungen.

Irans Präsident Massud Peseschkian stellt nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna eine Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus in Aussicht. Peseschkian knüpft diesen Schritt jedoch an ein Ende der US-Seeblockade sowie militärischer Aktionen der US-Armee. 

Peseschkian äußerte sich laut Isna in einem Interview mit dem indischen Fernsehsender „India Today“. Der vollständige Text des Interviews soll später vom iranischen Präsidialamt veröffentlicht werden. 

Straße von Hormus: Oman und Iran unterzeichnen Abkommen

Laut Peseschkian unterzeichnen der Oman und Iran an diesem Montag in der omanischen Hauptstadt Maskat ein Abkommen über neue Schiffsrouten in der Meerenge. Beide Länder sind Anrainer der Straße von Hormus. Bei der Unterzeichnung nehmen Peseschkian zufolge auch die Außenminister der arabischen Anrainerstaaten des Persischen Golfs teil. Das Abkommen solle dann der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation übergeben werden.

Durch die Straße von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten Energiehandels abgewickelt. Die USA setzen die Führung in Teheran mit einer Seeblockade und Wirtschaftssanktionen unter Druck, woraufhin es zuletzt wiederholt zu militärischem Beschuss zwischen den iranischen Revolutionsgarden und US-Streitkräften kam.

Straße von Hormus wichtig für Brics-Staaten

Peseschkian nimmt derzeit am Brics-Gipfel in Indien teil. Die Abkürzung Brics steht für die Anfangsbuchstaben der ersten fünf Mitglieder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Auch Saudi-Arabien, der Iran, Ägypten, Äthiopien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indonesien sind Mitglieder.

Dieses Archivfoto zeigt den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian bei einer Rede in Teheran, Iran, am 11. Februar 2026.

© Shadati/XinHua/dpa

Dieses Archivfoto zeigt den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian bei einer Rede in Teheran, Iran, am 11. Februar 2026.

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Erstellt:
12. September 2026, 10:34 Uhr

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