Iran-Krieg

Israels Armeechef: Libanon-Einsatz "wird nicht kurz sein"

Zahlreiche Geschosse in Richtung Israel, israelische Luftangriffe im Libanon: Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah spitzt sich zu. Ein Ende der Feindseligkeiten ist vorerst nicht absehbar.

Beirut wurde in den vergangenen Tagen häufiger Opfer von Bombardierungen.

© Hussein Malla/AP/dpa

Beirut wurde in den vergangenen Tagen häufiger Opfer von Bombardierungen.

Von dpa

Tel Aviv - Israels Militär bereitet sich nach den Worten von Generalstabschef Ejal Zamir auf eine längere militärische Auseinandersetzung mit der libanesischen Hisbollah-Miliz vor. "Dieser Einsatz wird nicht kurz sein", sagte Zamir nach einer Lageeinschätzung im Norden Israels. Er kündigte zudem an, zusätzliche Truppen an die israelisch-libanesische Grenze zu verlegen.

Die proiranische Schiitenmiliz hatte Anfang der Woche als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei damit begonnen, Raketen auf Ziele in Israel zu feuern. Israel reagiert seitdem mit umfangreichen Luftangriffen in mehreren Teilen des Landes. Zuletzt hat das israelische Militär auch wieder im Zentrum der Hauptstadt Beirut gezielt angegriffen.

Zamir betonte, die Hisbollah habe mit ihren Angriffen auf israelische Ziele einen schweren Fehler begangen und werde "weiterhin einen hohen Preis dafür zahlen". Die libanesische Regierung setze ihre Autorität innerhalb ihres Territoriums nicht durch - "deshalb werden wir es tun", erklärte Zamir weiter. 

Verteidigungsminister Israel Katz hatte sich erst kürzlich ähnlich geäußert und dem Libanon mit der Ausweitung des Einsatzes sowie mit der Einnahme von Gebieten gedroht. Sollte die Regierung in Beirut nicht in der Lage sein, die Hisbollah davon abzuhalten, auf israelische Orte zu feuern, werde Israels Armee "das Gebiet einnehmen und die Sache selbst in die Hand nehmen", sagte Katz.

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Erstellt:
12. März 2026, 14:44 Uhr
Aktualisiert:
12. März 2026, 18:06 Uhr

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