Versuchter Totschlag?

Junge stürzt von Brücke in Karlsruhe – Zeugensuche bei „Aktenzeichen XY…“

Bis zu 5.000 Euro Belohnung: Worum es bei dem Fall aus Karlsruhe geht, den das ZDF nun vorstellt. Und worauf die Ermittler hoffen.

Moderator Rudi Cerne steht im ZDF-Studio von "Aktenzeichen XY… Ungelöst" auf dem Bavaria Film Gelände. (zu dpa: «Junge stürzt von Brücke - Zeugensuche bei «Aktenzeichen XY…»»)

© Peter Kneffel/dpa

Moderator Rudi Cerne steht im ZDF-Studio von "Aktenzeichen XY… Ungelöst" auf dem Bavaria Film Gelände. (zu dpa: «Junge stürzt von Brücke - Zeugensuche bei «Aktenzeichen XY…»»)

Mehr als anderthalb Jahre nach dem lebensgefährlichen Sturz eines Jugendlichen von einer Brücke in Karlsruhe suchen die Ermittler mit Hilfe der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ nach Zeugen. Das Geschehen um den damals 15-Jährigen, den mindestens ein Mensch von der Brücke gestoßen haben soll, wird am Mittwoch (ab 20.15 Uhr) im ZDF in Form eines Studiofalls präsentiert, wie Polizei und Staatsanwaltschaft ankündigten. 

Für die Kriminalpolizei seien jegliche Hinweise relevant, die zur Aufklärung des Geschehens Anfang Februar 2025 beitragen können. Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Identifizierung und/oder Ergreifung der bislang unbekannten Täter führen, eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgelobt.

Opfer längere Zeit im Koma

Der Teenager war an einem Sonntagabend von der Brücke etwa acht Meter in die Tiefe gestürzt und lebensbedrohlich verletzt worden. Mehrere Verkehrsteilnehmer fanden den Jungen damals laut Polizei auf einer Straße unterhalb der Brücke. Sie verständigten die Beamten.

Aufgrund der Verletzungen konnte er sich zu dem Vorfall zunächst nicht äußern. Der Jugendliche lag längere Zeit im Koma, wie die Staatsanwaltschaft vor einiger Zeit mitgeteilt hatte. Mittlerweile soll es ihm besser gehen.

16 Monate nach dem Vorfall informierten die Behörden über Hinweise, nach denen das Opfer - möglicherweise nach einer körperlichen Auseinandersetzung - von mindestens einer Person von der Brücke gestoßen worden sei. Die Behörden ermitteln demnach nunmehr wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

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Erstellt:
6. September 2026, 15:20 Uhr

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