VfB gegen BVB

Kovac zu Pfiffen gegen Anton: „Irgendwann sollte mal Schluss sein“

Der Dortmunder Trainer äußert sich zu den Pfiffen der Stuttgarter Fans seit dem Wechsel des Innenverteidigers vor gut zwei Jahren vom VfB zum BVB.

BVB-Trainer Nico Kovac (rechts) stellt sich hinter Waldemar Anton.

© IMAGO/osnapix

BVB-Trainer Nico Kovac (rechts) stellt sich hinter Waldemar Anton.

Von David Scheu

Seit Sommer 2024 hat das Duell zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund eine besondere Brisanz, die sich infolge zweier Wechsel aufbaute. In Serhou Guirassy und Waldemar Anton verließen damals zwei Stammspieler den Vizemeister aus Bad Cannstatt per Ausstiegsklausel in Richtung BVB – was beim Stuttgarter Anhang vor allem in einem Fall Emotionen auslöste: Antons Wechsel sorgte für Unmut, da der Kapitän im Vorfeld anders als Guirassy mehrere Treuebekenntnisse zum VfB abgegeben hatte.

Die Reaktionen halten bis heute an. Wann immer der VfB und die Dortmunder aufeinandertreffen, hallen bei Antons Aktionen gellende Pfiffe durch das Stadion. Bei jedem Ballkontakt, besonders laut in den Duellen in Stuttgart. Ein solches steht nun wieder an, wenn der VfB am Samstag (18.30 Uhr) in der Bundesliga den BVB empfängt.

Der Dortmunder Trainer Niko Kovac geht mit Blick auf die Erfahrungen der vergangenen Spiele nicht davon aus, dass Anton die Atmosphäre beeinträchtigen wird: „Letzten Endes ist der Waldi alt genug“, betonte Kovac auf der Pressekonferenz vor dem Spiel, „er hat ja auch schon bewiesen, dass ihn das total kalt lässt.“

Begeistert ist er von den Pfeifkonzerten aber nicht: Wenn es nach Kovac geht, wäre es Zeit für ein Ende der Schmähungen. „Irgendwann mal sollte Schluss sein. Wir können ja nicht ein ganzes Leben lang immer dasselbe tun“, so der BVB-Trainer, dem zugleich der Verweis auf Antons Verdienste für den VfB ein Anliegen war: „Man darf auch nicht vergessen, was der Waldi für diesen Club getan hat. Ich kann mich ganz genau daran erinnern, welche Funktion er hatte, als es wirklich nicht so gut lief. Das sollte man vielleicht auch ein bisschen das im Hinterkopf haben.“

Ob die Pfiffe nachlassen? Da ist sich auch der Dortmunder Trainer nicht sicher: „Aber wahrscheinlich gibt es jetzt viele die sagen, nein es ist nicht so. Wir haben Meinungsfreiheit, die lassen wir zu. Ich habe meine Meinung.“ Die Sicht  von Teilen des Stuttgarter Publikums wird sich am Samstagabend zeigen.

Waldemar Anton wurde mit dem VfB 2024 Vizemeister und feierte auf dem Zaun.

© Pressefoto Baumann

Waldemar Anton wurde mit dem VfB 2024 Vizemeister und feierte auf dem Zaun.

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Erstellt:
18. September 2026, 11:20 Uhr

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