Infrastruktur im Visier

Landesregierung will mit Task Force Netzausbau beschleunigen

Nach Angriffen auf Energieanlagen plant Baden-Württemberg kurzfristige Maßnahmen, um die Infrastruktur widerstandsfähiger zu machen.

Mitarbeiter von FairNetz arbeiten auf dem Gelände eines Umspannwerks, in dem es im Juni 2026 gebrannt hatte. (zu dpa: «Landesregierung will mit Task Force Netzausbau beschleunigen»)

© Marijan Murat/dpa

Mitarbeiter von FairNetz arbeiten auf dem Gelände eines Umspannwerks, in dem es im Juni 2026 gebrannt hatte. (zu dpa: «Landesregierung will mit Task Force Netzausbau beschleunigen»)

Hybride Kriegsführung, Extremwetter, Cyberattacken: Die Stromnetze stehen unter Druck. Baden-Württembergs Landesregierung plant vor diesem Hintergrund im Herbst den Start einer Task Force Netzausbau gemeinsam mit Netzbetreibern, Verbänden und Kommunen. Ziel sei es, die Kapazität des Stromnetzes zu erhöhen, um auch in Extremsituationen Engpässe vermeiden und die Stromversorgung sichern zu können, teilte ein Sprecher des Umwelt- und Energieministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Task Force solle wirksame Schritte auf den Weg bringen. Bereits innerhalb der nächsten Monate wolle man etwa die verfügbare Netzanschlusskapazität in Engpassgebieten deutlich erhöhen, kündigte das Ministerium an. Ein weiteres Ziel sei es, den derzeit von den Netzbetreibern mit zehn Jahren bezifferten Zeitraum für den Netzausbau „signifikant zu verkürzen“. Dafür seien Maßnahmen mit einem Zeithorizont von fünf bis sieben Jahren vorgesehen.

Die mutmaßlichen Angriffe auf Umspannwerke und andere Energieanlagen in Deutschland haben die Verwundbarkeit kritischer Infrastruktur stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Ermittler gehen bei den jüngsten Attacken in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg oder Reutlingen von vorsätzlichen Taten aus. Auch in Baden-Württemberg gibt es Hunderte wichtiger Knotenpunkte im Stromnetz.

Zum Artikel

Erstellt:
10. September 2026, 07:20 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Inzest-Prozess am Tübinger Landgericht

Tochter soll mehrfach „Nein“ gesagt haben

Während der Angeklagte sexuellen Kontakt mit Ehefrau und Tochter pflegte, soll er auch mit Prostituierten verkehrt haben. Der Polizist, der die Ermittlungen leitete, im Zeugenstand – so lief der vierte Verhandlungstag bei Gericht.

Erdbeben in Baden-Württemberg

Spürbare Erschütterung im Südwesten – Stärke von bis zu 3,4 gemessen

Am späten Nachmittag hat ein Erdbeben die Grenzregion zwischen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erschüttert. Experten geben nun erste Details zur Magnitude der Erschütterung bekannt.