Rhein-Neckar-Kreis

Leiche der vom eigenen Sohn getöteten Mutter wies Kopfverletzungen auf

Die Ermittler gehen davon aus, dass ein 19-Jähriger seine Mutter getötet hat und dann mit seinem Auto gegen eine Brücke fuhr. Das Motiv ist weiterhin unklar.

Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus (Symbolbild).

© dpa/Daniel Karmann/Sebastian Kahnert

Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus (Symbolbild).

Von red/dpa/lsw

Im Fall einer mutmaßlich von ihrem Sohn im Rhein-Neckar-Kreis getöteten Mutter haben die Ermittler weitere Details bekanntgegeben. Der 19-jährige Sohn war nur Stunden vor dem Leichenfund mit seinem Auto gegen eine Brücke gefahren und gestorben. Die Leiche der 45-Jährigen habe schwere Kopfverletzungen aufgewiesen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Frau sei am Fundort der Leiche, einem ehemaligen Festplatz, getötet worden. Zuvor hatte die „Rhein-Neckar-Zeitung“ berichtet. 

Die mutmaßliche Tat bei Eberbach hatte sich demnach in der Nacht auf Sonntag nach Mitternacht ereignet. Ob die Ermittler die Tatwaffe gefunden haben, dazu äußerte sich der Sprecher nicht. Auch nicht dazu, ob Mutter und Sohn mutmaßlich gemeinsam zum Tatort fuhren oder sich dort trafen. Die Hintergründe der Tat und das Motiv seien noch Gegenstand der Ermittlungen, sagte der Sprecher.

Spaziergänger entdeckte Leiche der Frau

Die Leiche der Frau war demnach am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr von einem Spaziergänger am Waldrand bei Eberbach entdeckt worden. In der Nacht auf Sonntag gegen 3.30 Uhr war der 19-Jährige laut Polizei bei Waibstadt mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Brücke gefahren. Er starb noch an der Unfallstelle. Zwischen Waibstadt und Eberbach liegen ungefähr 26 Kilometer. Mutter und Sohn stammten laut den Ermittlern aus Eberbach.

Laut „Rhein-Neckar-Zeitung“ war es zwischen Mutter und Sohn am Samstagabend zum Streit gekommen. Dies bestätigte der Sprecher zunächst nicht.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 und unter https://ts-im-internet.de/ erreichbar. Eine Liste mit Hilfsangeboten findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: https://www.suizidprophylaxe.de/

Zum Artikel

Erstellt:
25. September 2025, 12:14 Uhr
Aktualisiert:
25. September 2025, 12:20 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Notfall im Kreis Karlsruhe

Feuerwehreinsatz – zwei Menschen mit Vergiftung in Klinik

Nach einem Alarm am Nachmittag kommt es in Büchig bei Stutensee zu einem Feuerwehreinsatz. Zwei Menschen werden mit Kohlenmonoxid-Vergiftungen in ein Krankenhaus gebracht.

Innenminister warnt vor Protestwelle

Hagel sollte die Eskalation nicht herbeireden

Baden-Württembergs Innenminister Hagel warnt mit scharfer Rhetorik vor französischen Verhältnissen bei den GenZ-Protesten am 31. Oktober. Die Polizei sollte dennoch einen Kurs der Besonnenheit einschlagen.

Schwerer Unfall in Reutlingen

Ermittlung wegen versuchten Mordes – Dashcam-Aufnahmen als Beweis?

Nach dem schweren Unfall auf der B464 in Altenburg ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes – weil die Dashcam eines Zeugen den Unfallhergang filmte. Sind die Autokameras also sinnvoll, obwohl sie rechtlich umstritten sind?