Iran-Krieg

Libanon: Fast 760.000 Vertriebene durch Israels Angriffe

Einige schlafen auf der Straße, andere drängen sich in Notunterkünften. Für die Menschen im Libanon ist der Krieg die nächste Episode voller Angst und Ungewissheit darüber, was kommt.

Im Libanon treibt der Krieg erneut Hunderttausende Menschen aus ihren Wohngebieten.

© Bilal Hussein/AP/dpa

Im Libanon treibt der Krieg erneut Hunderttausende Menschen aus ihren Wohngebieten.

Von dpa

Beirut - Im Libanon wurden durch Angriffe des südlichen Nachbarn Israel nach offiziellen Angaben bisher nahezu 760.000 Menschen vertrieben. Darunter seien mehr als 122.000 Menschen, die sich derzeit in Notunterkünften aufhalten, teilte das Ministerium für soziale Angelegenheiten mit. 580 solcher Unterkünfte sind landesweit derzeit geöffnet. Allein innerhalb der vergangenen zwei Tage kamen nach Zählungen des Ministeriums mehr als 500.000 Vertriebene hinzu.

Ministerin Hanin Sajid kündigte an, dass ab diesem Mittwoch täglich 100.000 Mahlzeiten in Notunterkünften verteilten würden. Außerdem sollen 6.000 Familien mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung einmalig 100 US-Dollar erhalten. Die Zahl der Empfänger solle dann schrittweise steigen.

Zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz kam es unterdessen zu weiteren Auseinandersetzungen. Israels Armee griff unter anderem Orte im südlichen Libanon nahe der Grenze an. Die Hisbollah erklärte ihrerseits, sie habe israelische Soldaten im südlichen Libanon sowie in Israel angegriffen. 

Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete, es seien rund zehn Raketen vom Libanon aus auf Grenzorte im Norden Israels abgefeuert worden. Die Hisbollah hatte vor einer Woche als Vergeltung für die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei durch Israel Raketenangriffe auf das Nachbarland gestartet.

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Erstellt:
10. März 2026, 22:20 Uhr

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