Frankreich

Libyen-Affäre: Sarkozy kämpft in Berufung gegen Haftstrafe

Frankreichs Altpräsident Sarkozy musste in erster Instanz eine beispiellose Strafe von fünf Jahren Haft einstecken. Sarkozy will das nicht auf sich sitzen lassen. Der Fall ist erneut vor Gericht.

Sarkozy weist die Vorwürfe von sich und kämpft in Berufung gegen eine fünfjährige Haftstrafe.

© Alain Jocard/AFP/dpa

Sarkozy weist die Vorwürfe von sich und kämpft in Berufung gegen eine fünfjährige Haftstrafe.

Von dpa

Paris - Frankreichs Altpräsident Nicolas Sarkozy kämpft vor Gericht gegen eine Verurteilung zu fünf Jahren Haft. Das Pariser Berufungsgericht rollt das Verfahren gegen ihn um angebliche Wahlkampfgelder aus Libyen seit dem frühen Nachmittag neu auf. Wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung war Sarkozy in erster Instanz schuldig gesprochen worden und kam gar einige Wochen ins Gefängnis, obwohl er in Berufung ging. Der Konservative hatte die Vorwürfe stets von sich gewiesen.

Sarkozy stand bereits wegen mehrerer Vorwürfe vor Gericht und wurde zweifach rechtskräftig verurteilt. Die Libyen-Affäre ist aber wohl das brisanteste Verfahren gegen den einstigen Star der bürgerlichen Rechten in Frankreich. In erster Instanz sah das Gericht zwar keine Belege dafür, dass für den Präsidentschaftswahlkampf 2007 von "Sarko" tatsächlich Geld von der Führung des damaligen libyschen Machthabers Muammar Gaddafi floss. Doch der Konservative und enge Vertraute hatten nach Auffassung des Gerichts versucht, sich dieses Geld zu beschaffen.

Mit fünf Jahren Haft erhielt Sarkozy eine so harte Strafe wie kein früherer Staatschef vor ihm in der jüngeren französischen Geschichte. Die Anwälte des ehemaligen Staatsoberhaupts hatten einen Freispruch gefordert. Der Berufungsprozess läuft bis Anfang Juni.

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Erstellt:
16. März 2026, 14:46 Uhr

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