Vetternwirtschaft bei der AfD

Markus Frohnmaier unter Druck – Auch der Adoptivvater hat einen AfD-Job

Der AfD-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg gerät wegen neuer Vorwürfe massiv in Erklärungsnot. Nicht nur die Ehefrau, auch sein Adoptivvater ist in einem AfD-Büro angestellt.

Der AfD-Spitzenmann Markus Frohnmaier ist erneut in Erklärungsnot.

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Der AfD-Spitzenmann Markus Frohnmaier ist erneut in Erklärungsnot.

Von Eberhard Wein

Erst die Ehefrau, jetzt auch der Vater: Gegen den AfD-Spitzenkandidaten bei der baden-württembergischen Landtagswahl, Markus Frohnmaier, gerät immer tiefer in den Strudel der AfD-Vetternwirtschaftsaffäre. Demnach verfügt auch sein Adoptivvater über eine Stelle in einem AfD-Büro und erhält damit indirekt Geld aus öffentlichen Mitteln. Zuvor war schon bekannt geworden, dass Frohnmaiers Frau das Berliner Büro eines baden-württembergischen Bundestagsabgeordneten leitet.

Die Pforzheimer AfD-Bundestagsabgeordnete Diana Zimmer bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass Frohnmaiers Adoptivvater bei ihr „geringfügig beschäftigt“ sei. Der Rentner unterstütze sie bei „logistischen Aufgaben“. Markus Frohnmaier kam in Rumänien zur Welt und war von einem Paar aus Weil der Stadt adoptiert worden.

Gegenüber dem Portal „t-online“, das zunächst darüber berichtete, hatte Frohnmaier zunächst abgewiegelt. „Zu Beschäftigungsverhältnissen anderer Personen und Mitglieder des Bundestags kann ich mich logischerweise nicht äußern.“ Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa wies er inzwischen den Vorwurf der Vetternwirtschaft zurück und sprach von einer „Anti-AfD-Kampagne“. Es werde „versucht zu skandalisieren, dass mehrere Personen mit demselben Nachnamen in der AfD engagiert sind“. Gleichzeitig bestätigte er den Vorgang.

Sein Vater arbeite seit bald zehn Jahren ehrenamtlich in der Partei und habe nun einen Minijob. Zudem bestätigte er, dass nicht nur seine Frau, sondern auch seine Zwillingsschwester schon in einem AfD-Büro arbeitete, allerdings liege dies länger zurück. Von Vetternwirtschaft, unzulässigen Anstellungen oder zwielichtigen Absprachen könne dabei keine Rede sein.

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