Krise in der Auto-Branche
Medienbericht: Autozulieferer Bosch will in Abstatt 750 Stellen abbauen
Bosch plant offenbar, am Standort Abstatt im Kreis Heilbronn hunderte Stellen abzubauen. Zuerst hatte die Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ über den geplanten Abbau berichtet.
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Der Automobilzulieferer Bosch hat einen weiteren Abbau hunderter Stellen angekündigt.
Beim Automobilzulieferer Bosch verschärft sich einem Medienbericht zufolge der Personalabbau. Der Stiftungskonzern plant wegen der schwierigen Lage in der Autoindustrie am Standort Abstatt zusätzlich 750 Stellen bis Ende 2029 in der Mobilitätssparte abzubauen, wie das Unternehmen dem „Handelsblatt“ (Donnerstag) bestätigte. Der Abbau soll demnach möglichst sozialverträglich geschehen.
Als Grund nennt Bosch dem Bericht zufolge vor allem den Wettbewerb mit chinesischer Konkurrenz und die Verlagerung der Entwicklung von Systemen an den Entwicklungsstandort von Bosch in China, wo gemeinsam mit chinesischen Kunden entwickelt wird. Chinesische Autobauer waren zuletzt immer häufiger Erstkunden, beispielsweise bei neuesten Technologien wie elektronischen Lenkungen und Bremsen.
„Kundennahe Aufgaben entfallen dadurch in Abstatt“, sagte Bereichsfinanzvorstand Mohammed Abraham der Zeitung. „Um die Rolle von Abstatt langfristig zu sichern, müssen wir unsere Strukturen und Kosten anpassen - daran führt leider kein Weg vorbei“, sagte Abraham. Abstatt soll demnach aber weiterhin Entwicklungsstandort bleiben.
Im September hatte der Konzern mitgeteilt, dass an seinem Standort in Nürnberg die Hälfte der Stellen abgebaut werden solle. Zusammen mit diesem bereits angekündigten Abbau von 900 Stellen erhöht sich der Personalabbau von Bosch in Deutschland um 1650 Stellen auf 23.650 in der Mobilitätssparte.
Die deutsche Autoindustrie steckt wegen der Konkurrenz in und aus China, US-Zöllen und niedriger Gewinnmargen bei E-Autos in der Krise. Bosch hatte in den vergangenen Jahren bereits tausende Stellen gestrichen und den Abbau weiterer tausender Jobs angekündigt.
