Baden-Württemberg

Mehr als 1,3 Millionen Verkehrssünder im Südwesten

Wer sich nicht an die Verkehrsregeln hält, kassiert schon mal Punkte in Flensburg – und ärgert sich. Falls es hilft: Es trifft etliche. Und ein Geschlecht ganz besonders oft.

Die Zahl der Einträge ins Register steigt bei den Frauen stärker als bei den Männern.

© dpa/Julian Stratenschulte

Die Zahl der Einträge ins Register steigt bei den Frauen stärker als bei den Männern.

Von red/dpa

Wer in Deutschland über eine rote Ampel fährt oder erheblich zu schnell unterwegs ist, der kassiert Punkte. Je nachdem, wie schwer der begangene Verstoß war, können 1, 2 oder 3 davon im sogenannten Fahreignungsregister in Flensburg fällig werden. Einzelfälle sind das keineswegs: Allein aus Baden-Württemberg standen zum Jahresende mehr als 1,31 Millionen Verkehrssünder in den Dateien des Kraftfahrtbundesamts (KBA). Das entspricht einem leichten Anstieg um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie aus Daten des KBA hervorgeht.

Besonders auffällig: Die Zahl der Einträge ins Register steigt bei den Frauen stärker als bei den Männern. Mehr als 70 Prozent der Verkehrssünder sind Männer, hier legen die Zahlen um 0,5 Prozent zu. Bei den Frauen fiel das prozentuale Plus im Vergleich zum Vorjahr mit 1,5 Prozent stärker aus.

Deutschlandweit standen knapp 10,17 Millionen Menschen und damit 0,5 Prozent mehr als im Januar 2025 im Fahreignungsregister. Die meisten Verkehrssünder kamen neben Baden-Württemberg aus den beiden anderen bevölkerungsreichen Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Zum Artikel

Erstellt:
23. März 2026, 08:02 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!
Der Mutter wird versuchter Mord vorgeworfen.

Versuchter Mord an Frühchen

Sohn in Tübinger Klinik vergiftet? Prozess gegen Mutter

Weil sie laut Anklage Aufmerksamkeit haben wollte, soll eine junge Mutter ihrem Frühgeborenen auf einer Intensivstation eine Überdosis Koffein verabreicht haben. Nun steht sie deswegen vor Gericht.

Dürre-Ernte in BW

Wo sind eigentlich die Bauernproteste gegen den Klimawandel?

Verdorrte Felder, miese Ernten, Notschlachtungen: Der Dürre-Sommer 2026 hat die Landwirte schwer gebeutelt, sie rufen nach Hilfen. Doch wann ringen sich ihre Funktionäre durch, den Kampf gegen die Klimakrise ernst zu nehmen?