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Moderner Dienstleister für Mitmenschen

2022 haben die 169 Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Murrhardt 116 Einsätze verschiedenster Art absolviert, vor allem technische Hilfeleistungen. In 2023 werden Ausrüstung und Ausstattung verbessert. Bei der Hauptversammlung gibt es viele Ehrungen und Beförderungen.

Bei den Beförderungen in die aktive Feuerwehr kommen etliche Einsatzkräfte aus der eigenen Jugend. Fotos: Elisabeth Klaper

Bei den Beförderungen in die aktive Feuerwehr kommen etliche Einsatzkräfte aus der eigenen Jugend. Fotos: Elisabeth Klaper

Von Elisabeth Klaper

Murrhardt. Das Jahr 2022 stand für die Freiwillige Feuerwehr (FFW) der Walterichstadt anfangs noch im Zeichen der Coronapandemie mit Kleingruppenübungen, ab Mai normalisierte sich die Situation. Insgesamt waren 116 Einsätze zu stemmen gegenüber nur 85 in 2021, berichtete Kommandant Stefan Krehan bei der Hauptversammlung in der Festhalle. Unter den Einsätzen waren 2 Großbrände (2021: 2), 3 Mittelbrände (4) und 22 Kleinbrände (18). Zudem 53 Hilfeleistungen (42), 5 Tierrettungen (2), 11 sonstige Einsätze (3), 12 Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen (8) sowie 8 Überlandhilfen (6). In 2025 Dienststunden retteten die FFW-Mitglieder 26 Personen, 11 Personen starben.

Ende 2022 umfasste die FFW 169 Aktive, 48 Jugendfeuerwehrmitglieder sowie 37 Mitglieder in der Altersabteilung. „Die Kernaufgabe Feuer zu löschen ist noch ein kleiner Teil unserer Aufgaben, heute sind wir moderner Dienstleister“, erklärte Krehan. 2022 prägten technische Hilfeleistungen wie Türöffnungen und Tragehilfen für den Rettungsdienst. Das Sirenennetz wird erneuert und digitalisiert, das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 soll im August, das Notstromaggregat im November geliefert werden. Harald Wurst, Kommandant der 34 FFW-Mitglieder starken Abteilung Fornsbach, informierte über 31 Einsätze; Holger Traub, Kommandant der Abteilung Kirchenkirnberg mit 22 Aktiven über 8 Einsätze.

Die Jugendfeuerwehr in Murrhardt

besteht bereits seit 50 Jahren

Die zweigruppige Jugendfeuerwehr feierte ihr 50-jähriges Bestehen mit 24 Jugendfeuerwehrgruppen aus dem ganzen Kreis bei einem Orientierungsfahrmarsch, übte die Personenrettung mit Gerätschaften und im Hydraulik-Parcours, resümierte Jugendfeuerwehrwart Max Keller. Die 14 Jungs der Kinderfeuerwehrgruppe Löschkids lernten spielerisch Fahrzeuge und Ausrüstung kennen und besuchten das Feuerwehrmuseum in Winnenden, erklärte Leiterin Tina Schuster. Die Altersabteilung traf sich, unternahm Ausflüge und half bei Veranstaltungen mit, sagte Obmann Werner Oppenländer. Rasch hakte die Versammlung die Formalien ab und entlastete geschlossen den Vorstand.

„In Murrhardt tut sich viel und funktioniert es gut“: Die FFW sei gut aufgestellt, eine der großen im Kreis und ihr Standort als Ausbildungsstützpunkt etabliert, betonte Kreisbrandmeister René Wauro, der erstmals da war. Der Bevölkerungs- und Katastrophenschutz wandelte sich erheblich infolge der Coronapandemie, der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal und des Ukrainekriegs sei nun wichtiges Arbeitsfeld für alle Blaulichtorganisationen. Als Erfolg wertete Wauro die Kreis-Katastrophenschutzübung im Oktober und nannte den Klimawandel mit Vegetationsbränden als Zukunftsherausforderung.

Auf Lehrgänge, Workshops, Aktionen und Aktivitäten für (Jugend-)Feuerwehren wies Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Luckenbach hin, der auch den Kreisfeuerwehrverband vertrat. „Sie sind Helden unserer Zeit und immer für uns da, wenn was passiert, helfen Sie“, lobte Bürgermeister Armin Mößner. Darum sei es „unverständlich und beschämend, Rettungskräfte zu attackieren: Wer so etwas tut, ist ein Krimineller“, stellte er klar. Dank Zuschüssen könne das Feuerwehrgerätehaus Kirchenkirnberg saniert und das Dachgeschoss zum Schulungsraum umgebaut werden, und mit Eigenleistungen senkten die FFW-Aktiven die Kosten fürs neue Fahrzeug, so Mößner.

Zahlreiche Ehrungen standen auf dem Programm der Murrhardter Feuerwehr.

Zahlreiche Ehrungen standen auf dem Programm der Murrhardter Feuerwehr.

Ehrungen, Beförderungen, Verabschiedungen und Neuverpflichtungen

Ehrungen Mit Silber-Ehrennadeln des Landesjugendfeuerwehrverbands zeichnete Frank Luckenbach die früheren Jugendfeuerwehrwarte Max Wieland und Raphael Haslinger aus sowie Niklas Eilers, der alle FFW-Aktivitäten dokumentiert. Bronze-Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbands für vielfältige Verdienste erhielten Harald Wurst, Daniel Eisenmann und Werner Joos, das Silber-Ehrenzeichen Stephan Engel. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze für 15 Jahre Einsatz erhielten Gerrit Ullrich und Markus Tasch, in Gold für 40 Jahre Klaus Dietrich.

Beförderungen Zu Feuerwehrmännern und -frauen auf Probe beförderte der Kommandant Marvin Elser, Carolin Gabler, Patrick Meister, Josephine Rösch, Kilian Heinz und Sören Kugler (alle aus der eigenen Jugend) sowie die Neuzugänge Sara Setz, Niclas Keller, Luca Joos, Ben Knödler, Alex Wischnewski, Markus Braun, Fenja Trefz. Zu Feuerwehrmännern und -frauen Tina Bareiss, Bahar Kahraman, Tobias Radtke, Sebastian Warmer, Lukas Metzger. Zu Oberfeuerwehrmännern und -frauen Stefan Klippel, Max Keller, Lukas Hasenauer, Heike Worlitz, Georg Littmann. Zum Hauptfeuerwehrmann: Paul Burkhardt, Sven Hoffmann, Tobias Mühlbach, Jens Däubler, Steffen Stecher. Zum Löschmeister: Lenny Stürtz, zum Oberlöschmeister: Marc Schmid.

Ab- und Zugänge Krehan verabschiedete Stefanie Haan, Daniel Strouhal, Oliver Trefz und Jugendfeuerwehrwart Rafael Haslinger und verpflichtete Christian Brückel, Viktor Holzwarth und einige der Beförderten.

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Erstellt:
23. Januar 2023, 06:00 Uhr

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