Unfall beim Wandern
Münchnerin verbringt Nacht schwer verletzt in Erdloch
Beim Wandern in Tirol ist eine 54-jährige Frau aus München in ein Erdloch gestürzt. Erst am nächsten Morgen konnte sie gerettet werden.
© Sabine Dobel/dpa
Beim Wandern ist eine Frau aus München in Österreich verunglückt (Symbolfoto).
Eine Wanderin aus München hat in Österreich nach einem Sturz eine Nacht lang in einem neun Meter tiefen Erdloch ausgeharrt. Die schwer verletzte 54-Jährige habe nur leichte Wanderkleidung getragen, bei Temperaturen von knapp über null Grad in der Nacht, berichtet die Polizei in Tirol.
Erst am Samstagmorgen gegen 7.30 Uhr hörten zwei andere Wanderinnen aus Deutschland ihre Hilferufe. Die Frau sei dann von Rettungskräften mit Hilfe eines Taus aus dem Loch befreit worden.
Die Münchnerin sei am Freitagabend beim Abstieg vom Hinteren Sonnwendjoch bei Thiersee in Tirol (Bezirk Kufstein) in das Loch zwischen Felsen gestürzt. Sie sei wahrscheinlich zunächst bewusstlos geworden und habe erst gegen Mitternacht vergeblich versucht, einen Notruf abzusetzen, berichtet die Polizei.
Über den Sommer hatte es zahlreiche schwere, teils tödliche Unfälle in den Alpen gegeben. Einsatzkräfte der Bergwacht berichten, dass immer mehr Wanderer unvorbereitet zu Touren aufbrechen. Zudem werden einige Touren durch die Folgen des Klimawandels risikoreicher.
