Pressefreiheit in den USA

Nach CNN-Rauswurf: TV-Sender schränken Trump-Begleitung ein

Donald Trump stellt den bekannten TV-Sender CNN und andere Medien als Müll dar und vergleicht sie mit Krebs. Er hat sie aus dem Weißen Haus verbannt. Das hat Folgen.

Das Logo des Senders CNN ist am Weißen Haus zu sehen. (zu dpa: «Nach CNN-Rauswurf: TV-Sender schränken Trump-Begleitung ein»)

© Alex Brandon/AP/dpa

Das Logo des Senders CNN ist am Weißen Haus zu sehen. (zu dpa: «Nach CNN-Rauswurf: TV-Sender schränken Trump-Begleitung ein»)

Als Reaktion auf den Ausschluss des renommierten TV-Senders CNN aus dem Weißen Haus schränken andere große US-Sender die engmaschige tägliche Begleitung des Präsidenten auf seinen Terminen ein. Mehrere US-Medien zitierten aus einer entsprechenden E-Mail des Leiters des Washingtoner Büros von Fox News an andere Medien. 

Fox News ist Teil des sogenannten TV-Pools. Das ist ein Netzwerk bestehend aus fünf Fernsehsendern - ABC, CBS, CNN, Fox News und NBC -, die sich die TV-Berichterstattung über Veranstaltungen von Donald Trump im Rotationsprinzip aufteilen und das Material mit anderen Medien teilen. Eine Folge der eingeschränkten Begleitung könnte sein, dass die Berichterstattung über Trump zurückgeht und nicht mehr lückenlos TV-Material über den Präsidenten zur Verfügung steht. CNN wäre eigentlich am Montag an der Reihe gewesen, über die Reise Trumps zur Generalversammlung der Vereinten Nationen zu berichten. 

Anlass für Rauswurf durch Trump unklar

Trump hatte am Freitag erklärt, den drei Medienhäusern CNN, MS Now und „Politico“ sei ab sofort der Zugang zum Weißen Haus verboten. Der US-Präsident warf ihnen vor, Falschnachrichten zu verbreiten. Kritiker sehen darin einen Einschüchterungsversuch und Angriff auf die Pressefreiheit. Was genau der Anlass für Trumps Ankündigung war, blieb unklar. Die drei Medienhäuser klagen gegen ihre Verbannung.

Am Samstag blieb Journalisten aller drei Medien der Zugang zum Gelände des Weißen Hauses versperrt, wie die Medienhäuser mitteilten oder berichteten. CNN ist einer der bekanntesten Nachrichtensender weltweit. „Politico“ gehört zum Portfolio des deutschen Medienkonzerns Axel Springer.

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Erstellt:
21. September 2026, 17:24 Uhr

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