Arbeitsunfall in Hessen

Nach tödlichem Unfall in Lederfabrik – Todesursache der Arbeiter steht fest

Die Obduktionen nach dem Arbeitsunfall in Runkel offenbaren die Todesursache. Weitere Untersuchungen sollen Details zum Unfallhergang klären.

Einsatztkräfte in Schutzanzügen und mit Gasmasken sitzen im hessichen Runkel hinter einer Absperrung.

© Sascha Ditscher/dpa

Einsatztkräfte in Schutzanzügen und mit Gasmasken sitzen im hessichen Runkel hinter einer Absperrung.

Von Christiane Warnecke

Nach dem tödlichen Arbeitsunfall in einer Lederfabrik im hessischen Runkel steht die Todesursache fest. Die am Dienstag vorgenommenen Obduktionen hätten ergeben, dass eine Schwefelwasserstoff-Vergiftung „hauptursächlich“ für den Tod gewesen sei, teilten die Staatsanwaltschaft Limburg und die Polizei mit. 

Darüber hinaus seien weitere Untersuchungen notwendig. So sei eine forensisch-toxikologische Untersuchung in Auftrag gegeben worden. Auch die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern den Angaben nach an. Die Behörden waren zunächst davon ausgegangen, dass eine Kohlenmonoxidvergiftung den Tod der Männer verursacht hatte.

Vier Todesopfer nach Arbeitsunfall

Rettungskräfte hatten am vergangenen Donnerstag (16. April) insgesamt fünf Männer aus einer Grube auf dem Gelände der Lederfabrik geholt. Drei von ihnen im Alter von 38, 58 und 59 Jahren starben vor Ort, die beiden anderen wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. 

Einer von ihnen, ein 35 Jahre alter weiterer Mitarbeiter des Betriebs, war am Mittwoch im Krankenhaus an den Folgen des Unglücks gestorben.

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Erstellt:
23. April 2026, 12:58 Uhr

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