Landtagswahl Baden-Württemberg

FDP-Landeschef Rülke kündigt Rücktritt nach Wahldebakel an

Die FDP hat bei der Wahl in Baden-Württemberg ein Debakel erlebt. Landeschef Rülke zieht die Konsequenzen.

Rülke will Verantwortung übernehmen.

© Christoph Schmidt/dpa

Rülke will Verantwortung übernehmen.

Von dpa

Stuttgart - Nach dem voraussichtlichen Scheitern der FDP bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat Landeschef und Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke seinen Rücktritt vom Landesvorsitz angekündigt. Bei einem Ausscheiden aus dem Landtag werde er die Position des Landesvorsitzenden niederlegen, erklärte der 64-Jährige im SWR. "Selbstverständlich trage ich persönlich die Verantwortung für diese Wahlniederlage."

Die FDP kommt nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF auf 4,4 Prozent und würde damit aus dem Landtag fliegen. Baden-Württemberg gilt als Stammland der FDP. Hier sind die Liberalen noch nie bei einer Landtagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. 

Rülke: "Trauriger Abend"

Selbst in schwächeren Jahren blieb die Partei im Parlament: 2011 erreichte sie 5,3 Prozent, 2016 verbesserte sie sich auf 8,3 Prozent. Bei der vergangenen Landtagswahl 2021 gelang mit einem zweistelligen Ergebnis von 10,5 Prozent ein Achtungserfolg.

Für die Partei sei es ein trauriger Abend, sagte Rülke, der auch Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Landtag ist. "Nach 75 Jahren endet eine Tradition." Es sei natürlich auch ein Rückschlag für die Bundespartei. "Wir sind Opfer einer brutalen Polarisierung zwischen Grünen und CDU geworden", erklärte Rülke.

Zum Artikel

Erstellt:
8. März 2026, 20:14 Uhr
Aktualisiert:
8. März 2026, 20:24 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Umfrage vor Landtagswahl

AfD baut Vorsprung auf CDU in Sachsen-Anhalt aus

In einer neuen Wahlumfrage von Infratest dimap steht die AfD in Sachsen-Anhalt bei 42 Prozent. Die CDU verliert an Boden. Eine AfD-Alleinregierung wäre bei einem solchen Szenario jedoch nicht möglich.

Iran-Konflikt

US-Sanktionsdrohung gegen Iran

Die USA versuchen, einen wirtschaftlichen Boykott gegen Iran zu erwirken und drohen allen, die nicht mitmachen. Der Iran wiederum droht den Ländern in Nahost, die sich dem anschließen, mit Vergeltung.