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Neue Testmöglichkeit geht an den Start

In Murrhardt wird auf das Coronavirus getestet. Mehr noch als bisher schon. Zu diesem Zweck haben sich Stadtverwaltung und DRK-Ortsverein zusammengetan und in der Festhalle ein Testzentrum eingerichtet.

DRK-Bereitschaftsleiter Philipp Wolff (links) nimmt einen Schnelltest bei Bürgermeister Armin Mößner vor. Foto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

DRK-Bereitschaftsleiter Philipp Wolff (links) nimmt einen Schnelltest bei Bürgermeister Armin Mößner vor. Foto: J. Fiedler

Von Wolfgang Gleich

MURRHARDT. Für Bürgermeister Armin Mößner – nebenbei auch noch Vorsitzender des Murrhardter Ortsvereins des Roten Kreuzes – war es Ehrensache, gestern als erster Proband auf dem Stuhl in der Festhalle Platz zu nehmen und sich, sozusagen als Generalprobe, Bereitschaftsleiter Philipp Wolff anzuvertrauen. Wolff ist einer der sechs Tester, die beim Roten Kreuz für diesen Einsatz bereitstehen. Eine Rückkehr ins öffentliche Leben, so Mößner, werde letztendlich nur über weiteres Impfen und Testen möglich sein, und solange der Impfstoff nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehe, sondern weiterhin Mangelware sei, führe kein Weg an den Testzentren und testenden Praxen vorbei. In Murrhardt handle es sich dabei um die Praxis der Doktoren Schönfeld in Fornsbach und die Praxisklinik Oberes Murrtal. Seit gestern gibt es also eine weitere Möglichkeit: das von der Stadtverwaltung und dem DRK eingerichtete Testzentrum in der Festhalle.

Beim Testen gehe es inzwischen nicht mehr nur um den Besuch beim Friseur, sondern generell darum, dass die Gastronomie, das Kultur- und Geschäftsleben in der Innenstadt bei weiter deutlich sinkenden Inzidenz- und Fallzahlen wieder anspringen. Schon ab dem kommenden Montag könnte die Bundesnotbremse außer Kraft gesetzt werden. Nicht zuletzt müsse man auch an die Freibäder denken, die im kommenden Monat geöffnet werden sollen, hieß es. Selbstverständlich müsse dafür ein detailliertes Hygiene- und Abstandskonzept erarbeitet werden, aber dieses Angebot sei allein schon deshalb notwendig, um zu verhindern, dass die Badeseen – auch der Waldsee in Fornsbach – wieder überrannt werden, so Mößner.

Die Öffnungszeiten sind bewusst arbeitnehmerfreundlich gestaltet worden.

Allein schon wegen ihrer zentralen Lage sei die Festhalle als Standort geradezu prädestiniert, assistierte Uwe Matti, der Leiter des Amtes für Wirtschaft, Kultur und Tourismus. Um die Halle herum stünden ausreichend Parkplätze zur Verfügung, die Stadt sei zudem der Hausherr. Die Festhalle werde im Augenblick sowieso nicht für Veranstaltungen benötigt und habe sich bereits beim Testen der städtischen Bediensteten bewährt. Der Zutritt der Probanden erfolgt nicht durchs Foyer, sondern über den Hintereingang, dann werden sie so geleitet, dass sich Ein- und Ausgang nicht kreuzten, sondern „clean“ blieben und auch Menschenansammlungen vermieden würden. Jeweils zwei Personen könnten parallel getestet werden, sodass man auch mit einem größeren Besucherandrang zurechtkomme. Im Gebäude sei zudem die für den Betrieb des Zentrums erforderliche Infrastruktur wie WLAN für die EDV bereits vorhanden, sodass das Testergebnis entweder aufs Mobiltelefon aufgespielt oder für diejenigen, die nicht über ein entsprechendes Handy verfügten, ausgedruckt werden könne.

Und auf recht viele Besucher hoffe man letztendlich, betonte Armin Mößner. Das Testzentrum sei montags, mittwochs und freitags jeweils vormittags und am frühen Abend und zudem samstags tagsüber geöffnet (siehe Infobox); es handle sich um bewusst arbeitnehmerfreundliche Zeiten, schließlich könne nicht jeder von seinem Arbeitsplatz kurz weglaufen, um sich testen zu lassen. Falls notwendig könne man die Öffnungszeiten auch noch ausweiten, kündigten die Verantwortlichen an. Anmelden kann man sich ab Freitag, 16 Uhr über die Webseite des Landratsamts oder auch spontan vorbeikommen, im letzteren Fall müsse man halt Wartezeit in Kauf nehmen. Der Test ist kostenlos, nicht nur für die Murrhardterinnen und Murrhardter, sondern für alle, also auch für diejenigen, die von auswärts anreisten, um zum Beispiel ihrer alten Tante einen Besuch abzustatten, und sich vorher noch vergewissern wollten, dass dies gefahrlos möglich sei.

Das Land Baden-Württemberg habe aus seiner Reserve zunächst 4600 Testkits zur Verfügung gestellt, erklären die Verantwortlichen, wobei es für sie im Augenblick überhaupt keine Lieferengpässe gebe, und nachdem am Freitag und Samstag noch mal der Impftruck in Murrhardt als der Kommune vorfahre, die am weitesten entfernt vom Kreisimpfzentrum in Waiblingen liege, könne es ja ab dem Beginn der kommenden Woche richtig losgehen mit dem öffentlichen Leben.

Der Impftruck macht morgen und am Samstag in Murrhardt Halt

Das neue Testzentrum des DRK und der Stadtverwaltung Murrhardt in der Festhalle, Helmut-Götz-Straße 3, ist montags, mittwochs und freitags jeweils von 7 bis 10 Uhr und von 17 bis 20 Uhr sowie samstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Anmeldung für den Schnelltest erfolgt über die Homepage des Landratsamts unter www.rems-murr-kreis.de/schnelltest. Der sogenannte Bürgertest ist einmal pro Woche kostenlos. Darüber hinaus können Bürger als Selbstzahler für mindestens 35 Euro weitere Termine buchen.

Am morgigen Freitag, 28., und dem Samstag, 29. Mai, macht der Rems-Murr-Impftruck wie berichtet nochmals Stopp in Murrhardt. Dies geschieht auch trotz der verkündeten Absage für die nächste Runde des Trucks. Eine Impfmöglichkeit mit dem Impfstoff der Marke Astrazeneca besteht für alle Personen ab dem 60. Lebensjahr. Es sind noch Restplätze vorhanden, die auch an Bürgerinnen und Bürger aus anderen Kommunen des Rems-Murr-Kreises vergeben werden.

Der Impftruck wird seinen Standort in Murrhardt ebenfalls auf dem Parkplatz der Festhalle haben. Die Zweitimpftermine sind für den Termin am 28. Mai am Mittwoch, 4. August, und für den Termin am 29. Mai am Donnerstag, 5. August. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Termine nicht veränderlich sind.

Die Telefone für Terminvereinbarungen sind ab 8 Uhr bei der Murrhardter Stadtverwaltung freigeschaltet. Folgende Telefonnummern können gewählt werden: 07192/9319850, 07192/9367922 und 07192/9366855.

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Erstellt:
27. Mai 2021, 06:00 Uhr

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