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Neue Vereinbarung für Sporthalle

Stadt und Kreis regeln Betrieb und Sanierung der Turnhalle am Kreissonderschulzentrum

Von Elisabeth Klaper

MURRHARDT. Die Turnhalle des Kreissonderschulzentrums, also der Bodelschwinghschule in Murrhardt, erfüllt auch eine wichtige Funktion als Schul- und Vereinssportstätte in der Weststadt. Nun muss sie dringend saniert werden, was mit hohen Kosten verbunden ist. Dafür hat nun auch die Walterichstadt einen höheren Kostenanteil zu berappen.

In der Gemeinderatssitzung erinnerte Bürgermeister Armin Mößner daran, dass die Turnhalle Anfang der 1980er-Jahre gemeinsam vom Rems-Murr-Kreis und der Stadt Murrhardt gebaut und finanziert wurde. Seit Langem nutzen sie die Hörschbachschule für den Schulsport, diverse Sportvereine und Abteilungen für Breitensport-Übungsabende. Noch bis 2022 laufen umfangreiche und aufwendige energetische Instandsetzungsarbeiten: Für die Dachsanierung sind laut Mößner 400000 Euro veranschlagt, für den Einbau einer Deckenheizung 700000 Euro und für die Fassadensanierung 380000 Euro. „Wir sind dankbar, dass der Kreis in die Erhaltung und energetische Sanierung der Turnhalle investiert“, betonte der Rathauschef.

Er informierte das Stadtparlament darüber, dass man den jährlichen Betriebs- und Instandhaltungskostenanteil der Walterichstadt im Vertrag zwischen Stadt und Kreis von 1981 auf 26000 D-Mark festsetzte und nach Einführung des Euro auf 13300 Euro umrechnete. Darin sei indes nichts über Sanierungskosten geregelt, auch blieb der Kostenanteil seither unverändert, weshalb dieser nun angepasst werden müsse.

Doch seien die Kosten für Betrieb und Instandhaltung der Turnhalle nicht genau zu beziffern, weil diese mit der Bodelschwinghschule zusammenhängen. Darum habe die Stadtverwaltung eine Berechnung des Durchschnitts ihrer vergleichbaren Kosten (andere Hallen) vorgenommen, wobei sie einen jährlichen Anteil an Instandhaltungs- und Betriebskosten in Höhe von 23000 Euro pro Jahr ermittelte, den Mößner als fairen Betrag bezeichnete.

Zwischen Kreis und Stadt sei nun eine Nachtragsvereinbarung über die Anpassung und Neuregelung des Kostenanteils abgestimmt und abgeschlossen worden, den die Walterichstadt ab 2020 an den Kreis bezahle. Diese sei nach Auffassung der Stadtverwaltung eine faire Basis für den weiteren gemeinsamen Betrieb der Turnhalle und es sei 2022 eine Überprüfung vorgesehen, erklärte Bürgermeister Armin Mößner.

Die Stellungnahmen der Fraktionsvertreter fielen durchweg zustimmend aus, auch hoben sie die Bedeutung der Turnhalle für die Weststadt, die Hörschbachschule und die Sportvereine hervor.

„Wir haben viel Glück gehabt und kommen aus diesem Geschäft gut heraus“, freute sich Susanne Barreuther (CDU-FWV). Sie fragte nach, was mit den sportlichen Aktivitäten während der Zeit geschehe, in der die Turnhalle wegen der Sanierungsarbeiten geschlossen werden müsse. „Der Kreis versucht, die Arbeiten weitgehend in den Sommerferien ausführen zu lassen“, antwortete der Bürgermeister. Doch gelte es für die Nutzer, auf die notwendige Sanierung Rücksicht zu nehmen und ihren Sport bei Bedarf entweder ins Freie oder in andere Hallen zu verlegen.

„Wir sind froh über die bauliche Verbesserung, wodurch die Turnhalle weiterhin nutzbar ist, und über den Abschluss der Nachtragsvereinbarung“, sagte Brigitte Kübler (UL).

So votierte das Stadtparlament einhellig für die Nachtragsvereinbarung zum Vertrag zwischen Kreis und Stadt über den gemeinsamen Bau und Betrieb der Bodelschwinghturnhalle. Ebenso für den angepassten Anteil der Stadt an den jährlichen Betriebs- und Unterhaltungskosten in Höhe von 23000 Euro, 10000 Euro mehr als bisher, ab dem Haushaltsjahr 2020.

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Erstellt:
8. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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