Porsche Mission S

Neuer Supersportwagen: mit Mittelmotor und ohne digitale Spielereien

Porsche plant erstmals eine dauerhafte Supersportwagen-Klasse oberhalb der Ikone 911. Das Visionsmodell Mission S zeigt das Design-Konzept – inspiriert von Porsche-Legenden.

Porsche stellt sein Showcar Mission S in New York vor.

© Porsche AG

Porsche stellt sein Showcar Mission S in New York vor.

Von Veronika Kanzler

Porsche hat in den USA sein neues Visionsmodell vorgestellt: den Mission S, einen Supersportwagen, dessen Design zukunftsweisend sein soll. „Das Visionsmodell zeigt eine grundsätzliche strategische Ausrichtung, die wir zeitnah in unser zukünftiges Produktportfolio übersetzen werden", erklärt Tobias Sühlmann, seit Februar Design-Chef beim Stuttgarter Sportwagenhersteller.

Grundlage des Mission S bildet eine Supersportwagenplattform mit Mittelmotor – also zentral positioniert im Fahrzeug. Damit reagiert Porsche auf die bereits vergangene Woche angekündigte neue Modellreihe oberhalb des ikonischen 911.

Porsche verbindet Klassiker wie 911, GT1 und 959

Von außen verbindet das Design des Showcars Mission S ikonische Porsche-Formensprache: runde Scheinwerfer und der charakteristische Torpedo-Kotflügel erinnern an den 911. Die flache Front ist vom GT1 inspiriert, während die dynamische Dachlinie unter dem Heckflügel den legendären 959 zitiert. Ein besonderes Detail: Auf dem Dach sitzt ein Lüfterrad zur Motorkühlung – eine Anspielung auf den Porsche 917. Die vier Auspuffrohre lassen auf einen Benzinmotor schließen. Offiziell sagt Porsche nichts zum Antrieb.

Im Innenraum setzt Porsche auf Purismus: Statt eines großen Displays wie bei vielen modernen Modellen findet sich hier ein analoger Drehzahlmesser mit analoger Nadel und ein dahinterliegendes kleines Display. Bei Bedarf – etwa zur Navigation – lässt sich ein Smartphone magnetisch befestigen. Dies funktioniert besonders zuverlässig mit iPhones, da diese bereits über eine entsprechende Magnethalterung im Gerät verfügen.

Oberhalb des 911 plant Porsche damit erstmals ein dauerhaft verfügbares Supersportwagenangebot. Dies passt zur neuen Unternehmensausrichtung: Während Porsche künftig rund 20 Prozent weniger Modellvarianten anbieten wird, zielt das Unternehmen darauf ab, mit teureren Fahrzeugen höhere Umsätze zu generieren.

Wann das Visionsmodell zur Serienreife kommt und welchen Preis es haben wird, ist noch offen. Auch zur geplanten Produktion macht Porsche derzeit keine Angaben. Allerdings spricht vieles dafür, dass das Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen gute Chancen hat, die Produktion zu übernehmen.

Hat ein extremes Breiten-Höhen-Verhältnis: der Mission S von Porsche.

© Porsche AG

Hat ein extremes Breiten-Höhen-Verhältnis: der Mission S von Porsche.

Der aktive Heckflügel des Mission S ist vollständig integriert.

© Porsche AG

Der aktive Heckflügel des Mission S ist vollständig integriert.

Der Porsche Mission S von oben: Gut erkennbar, das Lüfterrad auf dem Dach – angelehnt an den 917.

© Porsche AG

Der Porsche Mission S von oben: Gut erkennbar, das Lüfterrad auf dem Dach – angelehnt an den 917.

Porsche verzichtet auf ein dauerhaft integriertes zentrales Display und ein fest installiertes Beifahrer-Display. Stattdessen können Fahrer ihr Smartphone magnetisch anpinnen.

© Porsche AG

Porsche verzichtet auf ein dauerhaft integriertes zentrales Display und ein fest installiertes Beifahrer-Display. Stattdessen können Fahrer ihr Smartphone magnetisch anpinnen.

Der Innenraum des Mission S ist auf das wesentliche reduziert.

© Porsche AG

Der Innenraum des Mission S ist auf das wesentliche reduziert.

Zum Artikel

Erstellt:
15. Oktober 2026, 22:34 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Porsche Mission S

Neuer Supersportwagen: mit Mittelmotor und ohne digitale Spielereien

Porsche plant erstmals eine dauerhafte Supersportwagen-Klasse oberhalb der Ikone 911. Das Visionsmodell Mission S zeigt das Design-Konzept – inspiriert von Porsche-Legenden.

Bankenaufsicht

Unicredit: EZB genehmigt Übernahme von Commerzbank-Anteilen

Seit zwei Jahren pirscht sich die UniCredit an die Commerzbank heran. Mit einem Übernahmeangebot im Sommer verfehlte sie eine Mehrheit nur knapp. Nun gibt die EZB-Aufsicht den Italienern grünes Licht.

Brandgefahr bei E-Autos

VW bereitet Rückruf wegen fehlerhafter Batteriezellen vor

Der Rückruf von Millionen Fahrzeugen wegen einer fehlerhaften Schraube ist erst wenige Wochen her – nun muss VW den nächsten Mangel ausräumen. Betroffen sind E‑Autos. Was bislang bekannt ist.