Von Buckelwal fehlt jede Spur

Ort und Zustand von Wal weiter unklar – Umweltministerium macht Druck

Wo ist er und wie geht es ihm? Noch immer fehlen GPS-Daten zum in der Nordsee freigesetzten Buckelwal. Das Landesumweltministerium will offene Fragen klären – und macht Druck.

Der Wal wurde aufwendig freigesetzt  (Archivbild).

© IMAGO/Agentur 54 Grad/IMAGO/54° / Felix Koenig

Der Wal wurde aufwendig freigesetzt (Archivbild).

Von red/dpa

Wegen noch immer fehlender Informationen zum Ort und Zustand des von der Ostseeküste abtransportierten Buckelwals fordert das Schweriner Umweltministerium Klarheit von der privaten Initiative. Diese sei schriftlich darum gebeten worden, Daten des am Wal angebrachten GPS-Senders zu übermitteln oder Gründe zu liefern, warum dies nicht möglich sei, sagte eine Sprecherin des Ministeriums auf Nachfrage. 

Sollte dies nicht geschehen, werde das Ministerium rechtliche Schritte prüfen, so die Sprecherin. Zuvor hatte darüber der „Spiegel“ berichtet. Offene Fragen müssten geklärt werden, sagte sie. Die Peildaten seien schon mehrfach vergeblich angefordert worden.

Ortung des Wals unmöglich

Dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern zufolge war mit der Initiative vereinbart worden, dass ein GPS-Sender am Wal angebracht wird und Peildaten übermittelt werden. Das sei bislang nicht eingehalten worden. Nach Aussage von Karin Walter-Mommert, einer Geldgeberin der Initiative hinter dem Transport, soll der Sender zwar Signale liefern, eine Ortung des Tieres sei aber unmöglich.

Am vergangenen Samstag war der Meeressäuger in der Nordsee freigesetzt worden. Aktuell ist unbekannt, wie es ihm geht und wo er sich aufhält. Tierschutzorganisationen hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt.

Zum Artikel

Erstellt:
7. Mai 2026, 15:52 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Klettersteig in den Dolomiten

Deutscher stirbt nach 80-Meter-Absturz

Ein 43-jähriger Deutscher kommt bei einem Absturz in den Dolomiten ums Leben. Noch ist unklar, wie es zu dem Unglück am Klettersteig kam.

YouTube-Star

JP Kraemer: Unternehmen öffnen wieder

Trotz der Ermittlungen gegen Jean Pierre Kraemer öffnen seine Unternehmen wieder. Die Entscheidung fiel nach intensiven Gesprächen zwischen Mitarbeitern, Management und Kraemer.

160 Kilometer Verfolgungsjagd

Deutscher Raser wegen Mordversuchs in Österreich verurteilt

Der Mann aus Hessen schlängelte sich durch einen Stau, ignorierte eine Straßensperre und raste auf einen Straßenarbeiter zu. Das war aber erst der Beginn seiner spektakulären Fahrt durch Österreich.