Niedrigwasser
Pegelstände in Baden-Württemberg immer noch extrem niedrig
Nach dem heißen, trockenen Sommer sind die Pegelstände im Südwesten immer noch auf extrem niedrigen Niveau. Für Flora und Fauna ist das laut der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg eine große Belastung
© Thomas Frey/dpa
Die Pegelstände sind im Südwesten immer noch sehr niedrig (Symbolbild).
Weiterhin sind die Pegelstände in Baden-Württemberg auf extrem niedrigem Niveau. Dies sei für die Flora und Fauna an und in den Gewässern eine große Belastung, teilte die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) am Donnerstag in Karlsruhe mit. In den Herbst- und Wintermonaten könnte die Kommunen ihre Gewässer für 2027 widerstands- und anpassungsfähiger machen. Oktober bis Februar sei die ideale Zeit für Baumpflanzungen, das Bauen von Kaltwasserpools für Fische und weitere Maßnahmen.
Niedrigwasser ist laut KEA-BW nicht nur ein Problem der Sommermonate. Seit November 2025 sei mit Ausnahme des Februars jeder Monat deutlich zu trocken gewesen. Im August 2026 hat es in Baden-Württemberg im Durchschnitt nur 63 Millimeter geregnet, der typische Augustniederschlag liegt bei 95 Millimetern.
Fehlende Beschattungen an den Ufern machten Flüsse immer wärmer, das bedeute weniger Sauerstoff im Wasser und damit Stress für Fische und wirbellose Kleinstlebewesen wie Insektenlarven, Würmer und Schnecken. Bäume und Gehölz an Ufern von Bächen und Flüssen wirken hingegen wie natürliche Klimaanlagen.
Das Kompetenzzentrum Wasser und Boden berät
Fachleute des Kompetenzzentrums Wasser und Boden der KEA-BW unterstützen Kommunen mit Informationen und Praxisbeispielen. Vitale Gewässer sind laut Mitteilung gegenüber Niedrigwasser resilienter, bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, tragen zu einem ausgeglichenen Wasserhaushalt bei und wirken als natürliche Puffer bei Hitze und Niedrigwasser sowie bei Hochwasser und Starkregen.
