VfB Stuttgart
„Pflock reinsetzen“ – Hoeneß hält ein Plädoyer für Undav
Der Trainer nutzt vor dem Champions-League-Start die Gelegenheit, um sich für seinen schwächelnden Stürmer auszusprechen.
© Baumann/Hansi Britsch
Der VfB-Trainer Sebastian Hoeneß steht voll zu seinem Kapitän Deniz Undav.
Von Carlos Ubina
Es ist wie eine Steilvorlage für Sebastian Hoeneß gewesen, als er nach Deniz Undav gefragt wurde. Als habe der Trainer des VfB Stuttgart vor dem Champions-League-Auftakt an diesem Mittwoch (18.45 Uhr) gegen Viking Stavanger nur auf die Gelegenheit gewartet. Denn der Topstürmer des Fußball-Bundesligisten ist schwach in die Saison gestartet. Er hat in drei Pflichtpartien noch kein Tor erzielt und er befindet sich noch nicht in Form. „Ich muss hier jetzt langsam mal einen Pflock reinsetzen“, sagte Hoeneß, „das geht mir zu schnell.“ Undav sei ein „ganz großer Bestandteil“, dass der VfB überhaupt in der Königsklasse spiele: „Das muss einfach mal allen klar sein.“
Hoeneß stört sich an der Kritik, die seinen Kapitän ereilt hat nach dem 4:1 gegen den 1. FC Köln. Undav wirkte nicht fit und wurde später ausgewechselt. Auch wegen Achillessehnenproblemen. Aber so der 44-Jährige in seinem Plädoyer: „So katastrophal wie teilweise die Berichterstattung über ihn ist, hat er nicht gespielt.“ Der Trainer vertraut deshalb weiter bedingungslos auf seinen Star und führte dazu aus, dass man den 30-Jährigen nach Treffern auch nicht in den Himmel heben müsse. „Eine schöne Mitte wäre hier mal angebracht“, sagte Hoeneß.
Zudem erklärte der Chefcoach: „Wer anfängt und versuchen möchte, Deniz Undav über Statistiken zu erklären, hat schon verloren aus meiner Sicht.“ Der Nationalangreifer ist ein besonderer Spieler, der noch nie durch Laufkilometer und Zweikampfwerte überzeugt hat. Vielmehr ist er ein Mann für magische Momente. Undav sei in vielen Bereichen wertvoll, sagte Hoeneß, „auch, wenn er mal nicht die besten Aktionen im Spiel hat“.
